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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2017
Wer ist Herr im Hirn?
Der Streit um den freien Willen
Der Inhalt:

Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!): Liebe Arbeitssuchende!

In unserem aktuellen Trendbericht über die Situation auf dem Arbeitsmarkt können wir endlich über ausgesprochen positive Signale berichten. In den folgenden Branchen und Berufssegmenten stehen die Chancen für die nähere Zukunft ausgesprochen gut: bei Maurern, Zimmerleuten, Statikern, Fuhrunternehmen, ungelernten Hilfskräften, Architekten, Stadtplanern, Wach- und Sicherheitsdiensten, Historikern (insbesondere Mittelalter-Spezialisten).

Der Hintergrund: In vielen Ländern der Welt werden derzeit umfangreiche Mauern gebaut: an den Grenzen vor allem. Tendenz steigend. Noch mehr ins Gewicht fällt, dass größere und kleinere Städte in einzelnen Ländern Europas, darunter auch in Deutschland, in den letzten Monaten beschlossen haben, wieder Stadtmauern sowie Wach- und Wehrtürme zu errichten. Dies entweder zum Schutz der eigenen Bevölkerung oder zur Abschreckung von Fremden.

Das bedeutet: Es werden überall vermehrt Arbeitskräfte gesucht, die diese Mauern (oft mit Schießscharten) nicht nur errichten, sondern auch so gestalten, dass sie harmonisch ins Stadtbild integriert werden. Das gilt vor allem für die Wachtürme und Stadttore, die ein einladendes Äußeres haben sollen. Stadtplaner und (Landschafts-)Architekten sind hier besonders gefragt, aber hier und da auch Floristen. Dabei haben Historiker, die sich als Fachleute für das Leben im Mittelalter (Schwerpunkt: Wehrhaftigkeit) einen Namen gemacht haben, gute Chancen, als Freischaffende oder in (befristeter) Anstellung ihr Wissen einbringen zu können.

Für die Kontrollen an den Stadttoren wird vermehrt Wachpersonal benötigt, was wiederum dazu führt, dass Ausbildungsunternehmen und Waffenhersteller mit neuen Aufträgen rechnen können.