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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2017
Wer ist Herr im Hirn?
Der Streit um den freien Willen
Der Inhalt:

Homosexualität im Islam

von Ulrich von Schwerin vom 24.02.2017
Der Islam gilt als homophob. Dabei kennt der Koran kein Verbot der Homosexualität
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Taliban, die in Afghanistan Schwule steinigen, das Regime im Iran, das Jugendliche unter dem Vorwurf sexueller Kontakte mit Männern aufknüpft, die Dschihadisten des »Islamischen Staats«, die in ihrem Kalifat der Homosexualität verdächtige Männer von Dächern stoßen, aber auch türkische Jugendliche, die in Kreuzberg schwule Männer auf der Straße angreifen – sie alle gelten als Beweis, dass der Islam inhärent schwulenfeindlich ist.

So berechtigt die Diskussion über Islam und Homosexualität ist, so ist doch dieser vielfach gezogene Schluss zu hinterfragen. Denn ein Blick auf die theologischen Debatten, die historische Praxis sowie die Realität muslimischer Gesellschaften zeigt, dass das Verhältnis der Muslime zu homoerotischen Beziehungen vielschichtig und höchst widersprüchlich ist.

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