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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

Tanzen gegen die Folter

von Josefine Janert vom 26.02.2016
Das Ballett »Herrumbre« ist ein eindrückliches Plädoyer für Humanität

Das Dröhnen ist ohrenbetäubend, die Bühne in düstere Farben getaucht. In den nächsten 65 Minuten werden dort Menschen miteinander ringen, sie werden zappeln und verzweifeln. Einige von ihnen werden andere würgen, sie treten und schlagen. Die Opfer werden sich winden unter imaginären Peitschen und Elektroschocks: Selten ist Tanztheater für Zuschauer so beklemmend wie in dieser Aufführung im Schiller Theater Berlin.

Ein Tänzer robbt auf ein Licht zu – ein Befreiungsversuch, der brutal beendet wird. Häftlinge recken flehentlich ihre Hände gen Himmel, bevor sie sich synchron in einem gespenstischen Marsch bewegen. Helikoptergeräusche senken sich wie ein bedrohlicher Teppich über die Bühne. Dann wieder ist Musik von Pedro Alcalde, Sergio Caballero und David Darling zu hören, klagend und melancholisch.

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