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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!): Liebe Freunde unseres Instituts!

Dies ist ein Hilferuf. Unser Institut ist überfordert, weil überbucht. Wir sind weit über die Grenze unserer psychotherapeutischen Möglichkeiten beansprucht. Ich fürchte, dass unsere Therapeutinnen und Therapeuten bald Burn-out-Opfer sein werden. Das liegt vor allem an den – freiwillig gekommenen oder zwangsweise eingelieferten – Politikerinnen und Politikern.

Aus Deutschland sind in den letzten Wochen zwei AfD-Politikerinnen zur Therapie eingeliefert worden. Seit gestern ist – wieder einmal – der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer unser Gast. Als äußerst schwierig erweisen sich auch die ausländischen Patienten: die Familie Le Pen aus Frankreich, der ungarische Ministerpräsident Victor Orbán, Polens Ex-Premier Jaroslaw Kaczynski, dann der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un und seit Kurzem der US-republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump.

Die Arbeit ist gefährlicher geworden, vor allem die Gruppentherapie: Völlig unvermittelt hat Kim Jong Un während eines Gruppengesprächs eine Silvesterrakete durch den Therapieraum zischen lassen. Leicht am Kopf getroffen wurde Beatrix von Storch von der AfD, die danach noch mehr düstere Fantasien hatte als in den Tagen zuvor. Sie forderte die Pfleger auf, nicht nur auf Kim Jong Un zu schießen, sondern auch auf alle übrigen Besucher unserer Anstalt. Donald Trump wetterte, er werde alle foltern, die nicht seiner Meinung wären. Unsere Pflegekräfte waren völlig verstört.

Und just heute Morgen bauten Orbán und Seehofer während der Sitzung plötzlich einen Zaun aus Maschendraht um ihre Stühle. Als ich die anderen Gruppenmitglieder bat, einmal in sich hineinzuspüren, was dieser Zaun mit ihnen mache, brachen alle in helle