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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

Buch des Monats: Herz statt Hetze

von Norbert Copray vom 26.02.2016
Erfolg durch Offenheit

Franz Alt
Flüchtling
Jesus, der Dalai Lama und andere Vertriebene. Wie Heimatlose unser Land bereichern.
Gütersloher Verlagshaus. 176 Seiten. 12 €

Sie kommen von verbrannter Erde, aus Gewalt und Krieg, Unterdrückung und grausam organisiertem Elend. Für viele heißt es: Europa oder Tod. So sieht der bekannte, bei manchen umstrittene Journalist und Bestsellerautor Franz Alt in seinem neuen Buch »Flüchtling« die Triebfeder der Flüchtlinge, die sich vielfach verzweifelt und unter größten Risiken auf den Weg nach Europa machen. Der bekennende Christ hat in seiner für ihn typischen Art ein leidenschaftliches und argumentierendes Buch geschrieben, das keines von den Themen auslässt, die Alt seit Jahren bewegen. Zu Recht. Denn mit der Antwort auf die Frage, wie wir mit den Flüchtlingen umgehen und welche Rolle wir in der Flüchtlingsbewegung des 21. Jahrhunderts einnehmen wollen, werden viele Aspekte zu einem roten Faden verknüpft: In welcher Gesellschaft und in welcher Welt wollen wir in Zukunft leben? Alt titelt sein Buch »Flüchtling«, weil es ihm darum geht, dass wir den Einzelnen und sein Schicksal sehen und daraus keine schematische Schublade machen. Damit stehen die Helfer in den Flüchtlingsheimen und -lagern, die nach wie vor das Willkommen leben, gegen die mobbende Masse derer, die Flüchtlinge pauschal als Nationalfeinde und Wohlstandsbedroher verunglimpfen. Diese verziehen das freund liche Gesicht Deutschlands, das durch seine Hilfe weltweite Anerkennung gefunden hat, zur Hassfratze. Dabei wird Deutschland, wie Alt ausführt, wirtschaftlich, demokratisch, kulturell und spirituell durch Auf- und Annahme der Flüchtenden und Verfolgten bereichert. Gegen das »dunkle Deutschland« ist das »helle Deutschland« überzeugend zu machen durch kluges Handeln. Vor allem auch gegen rechtsradikale, populistische, antipluralistische Bewegungen gilt: »Herz statt Hetze«. Alt zeigt, dass offene Gesellschaften gegenüber geschlossenen Gesellschaften weltweit besser aufgestellt sind: »Wer offen ist, hat mehr Erfolg.« Das gilt auch für den Einzelnen: Wer empathisch sein kann, Solidarität übt, sich von seiner Unsicherheit vor Fremdheit nicht in die Angst treiben lässt, kann menschlich bereichert werden und gewinnen. Um den Blick auf den einzelnen Flüchtlinge zu lenken, berichtet Alt von Flüchtlingen, die die Welt und uns bereichert haben: Jesus von Nazareth, Dalai Lama, Papst Franziskus, S

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