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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

Stichwort: Gewalt ist nicht angeboren

von Norbert Copray vom 26.02.2016
Was Krieg aus der Welt macht

Harald Meller/
Michael Schefzik (Hg.)
Krieg
Eine archäologische Spuren suche. Theiss. 490 Seiten.
Großformat. 39,95 €

Armin Eich
Die Söhne des MarsEine Geschichte des Krieges
Von der Steinzeit bis zum Ende der Antike. C. H. Beck.
280 Seiten. 24,95 €

Ian Morris
Krieg
Wozu er gut ist. Campus. 526 Seiten. 26,99 €

James Risen
Krieg um jeden Preis
Gier, Machtmissbrauch und das Milliardengeschäft mit dem Kampf gegen den Terror. Westend. 312 Seiten. 17,99 €

Herfried Münkler
Kriegssplitter
Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert. Rowohlt Berlin. 396 Seiten. 24,95 €

Hartmut Zinser
Religion und Krieg
Wilhelm Fink. 200 Seiten. 24,90 €

Fluchtursachen zu bekämpfen ist schwierig, kompliziert, riskant und langwierig. Eine der Fluchtursachen heißt Krieg. Aber was bedeutet »Krieg« eigentlich? Dieser Frage widmet sich der reich bebilderte Band »Krieg« zur großen Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale), die noch bis 22. Mai geöffnet ist. 25 Jahre haben Archäologen zum Krieg geforscht, Schlachtfelder ausgegraben, Massengräber geborgen, Skelette mit Verletzungen untersucht, Waffen, Bilder und Texte analysiert. Der Bildband dokumentiert eine intensive Spurensuche. Diese führt von der Definition des Krieges über die Betrachtung des Konfliktverhaltens bei Mensch und Tier (auch Schimpansen führen Krieg) und von der frühesten Menschheitsgeschichte bis zu Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges.

In seiner »Geschichte des Krieges« bietet Geschichtsprofessor Armin Eich in einem Kapitel eine »Anthropologie der krieglosen Völker« an, die von der Steinzeit bis zur Antike reicht. Eich schließt, da die auf einem Korallenatoll im Pazifik lebenden Ifaluk keine Gewalt kennen, dass ein gewaltsames Verhalten »dem Menschen« nicht angeboren ist und daher »mit Sicherheit kein unvermeidbares Verhängnis«. Erst zwischen 10 000 und 5000 vor Christus gäbe es nachweisbare »Schritte zur Militarisierung der Alten Welt« – menschheitsgeschichtlich betrachtet also relativ spät

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