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Was für einen Papst wünschen Sie sich?

vom 22.02.2013
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Ich wünsche mir gar keinen Papst! Stattdessen fände ich es gut, wenn wir die Leitungsform der Kirche überdenken und den »Heiligen Stuhl« durch eine Leitungsversammlung ersetzen. Es wäre doch sinnvoll, die verschiedenen Aufgaben, die der Papst bisher allein erfüllen muss, auf mehrere Schultern zu verteilen: einen, der sich um die Weltpolitik kümmert, eine andere als Ansprechpartnerin für die Organisation der Ortskirchen. Benedikt XVI. hätte in so einer Konstellation gut der spirituelle Leiter der Kirche sein können. Das hätte ihm doch viel besser gestanden als die politischen Verwicklungen, in die er immer wieder geraten ist. So ein Leitungsteam für die Gesamtkirche sollte demokratisch gewählt sein: Männer und Frauen, Geweihte und Nichtgeweihte gleichberechtigt und auf Augenhöhe. Und der Bischof von Rom kann da meinetwegen der Leiter sein, der die Versammlung moderiert. Das Papsttum ist ein historisch gewachsenes Amt. Deshalb kann man es auch wieder ändern. Durch den Rücktritt von Benedikt XVI. wird das Amt relativiert. Das finde ich gut: Der Fels hat Risse gekriegt.

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