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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2013
Die Entscheidung
Nach dem Rücktritt des Papstes: Was sich in der katholischen Kirche ändern muss
Der Inhalt:

Ungerechtigkeit als Dauerbaustelle

von Norbert Copray vom 22.02.2013
Konzepte für eine gerechte Gesellschaft reichen für solidarisches Handeln nicht aus

Ronald Dworkin
Gerechtigkeit für Igel
Suhrkamp. 814 Seiten. 48 €

Felix Heidenreich
Theorien der Gerechtigkeit
Barbara Budrich/UTB 3136. 250 Seiten. 16,90 €

Potsdam-Institut/
Misereor u. a.
Global aber gerecht
C. H. Beck. 240 Seiten. 19,95 €

Amartya Sen
Die Idee der Gerechtigkeit
dtv 34719. 494 Seiten. 14,90 €

Jörg Tremmel
Eine Theorie der Generationengerechtigkeit
Mentis. 340 Seiten. 48 €

Markus Witte (Hg.)
Gerechtigkeit
Themen der Theologie 6. Mohr Siebeck/UTB 3662. 250 Seiten. 13,99 €

Soziale Gerechtigkeit wird ein Hauptthema des Bundestagswahlkampfs 2013 sein – mit oder ohne Zutun der Parteien. Denn das Thema brennt vielen Menschen unter den Nägeln. Wichtig werden Antworten auf konkrete Fragen der praktischen Gerechtigkeit, zugespitzte Problemanzeigen und Lösungsvorschläge.

Den Ausgang nimmt die Debatte bei den sozialen Ungerechtigkeiten, sagt Amartya Sen vor dem Hintergrund seiner »Idee der Gerechtigkeit«. Es geht dem Autor nicht darum, eine absolut gerechte Gesellschaft zu entwerfen, sondern Argumente zu sammeln, zu bewerten und in konkretes politisches Handeln zu übersetzen, die wirksam helfen, Ungerechtigkeit zu überwinden. So klärt er zum Beispiel, welche Ansprüche mit dem Wert der Gerechtigkeit verbunden sind.

Der Philosophie- und Wirtschaftsprofessor, auch Nobelpreisträger, stützt sich auf die Überzeugung des Philosophen John Rawls, dass »die Priorität der Fairness die Basis für die Entwicklung einer Theorie der Gerechtigkeit bilden muss«. Zugleich geht er über diese Überzeugung hinaus, weil er den von ihm angestrebten gerechten Institutionen und Strukturen zugleich menschliche Eigenschaften zuordnet: etwa verstehen, mitfühlen und gleichberechtigt argumentieren können. Auf ihnen fußt Sens Perspektive, wie und worin die Gesellschaft gerechter gemacht werden kann.

Ronald Dworkin, am 14. Februar verstorbener Rechts- und Philosophieprofessor, argumentiert von einer anderen Warte aus. Er zielt mit dem Titel »Gerechtigkeit für Igel« auf keine Tierethik, sondern auf eine Grund

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