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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2013
Die Entscheidung
Nach dem Rücktritt des Papstes: Was sich in der katholischen Kirche ändern muss
Der Inhalt:

Wissenschaft und Glaube

vom 22.02.2013

Zu: »Die Welt ist keine Kaffeetasse« (2/13)

Das heute vorherrschende naturwissenschaftliche Weltbild lehrt, dass die uns umgebende Natur aus toter Materie besteht. Wir verstehen sie nicht mehr als belebt, sondern als eine Anhäufung von Stoffen und chemischen Prozessen, deren Mechanismen wir zu ergründen versuchen, um sie uns zunutze zu machen. Wir leugnen vielfach, dass sie eine zutiefst lebendige Dimension hat. Und dies, obwohl nicht nur alle Religionen und Naturvölker, sondern auch die moderne evolutionäre Kosmologie von einer ganz anderen Erfahrung ausgehen: einer Welt nämlich, in der Materie und Leben keinen Gegensatz bilden. Es ist notwendig, die Geschichte des Universums, des Planeten Erde, die Entwicklung des Lebens auf der Erde und die Entstehung des Menschen zu erzählen und all diese neuen Erkenntnisse mit ebenso viel Respekt zu behandeln, wie unsere Vorfahren ihre Schöpfungsmythen feierten. Die neue Schöpfungsgeschichte ist so wichtig, weil sie uns ermöglicht zu verstehen, wer wir sind, wie wir entstanden, in welcher Beziehung wir zu anderen Formen des Seins stehen, und weil sie uns deutlich macht, dass wir Teil eines kooperativen Ganzen sind. Eine neue Schöpfungsgeschichte, die wir unseren Kindern wie ein Märchen erzählen, hat die Kraft, uns rückzubinden an eine verloren geglaubte Beziehung zur Schöpfung, zur Natur, zum gemeinsam Urgrund oder transzendenten Hintergrund.

Heinz Pütter, Herdorf

Die Naturwissenschaften werden nie das ganze Universum erklären können. Darüber besteht unter führenden Wissenschaftlern längst Konsens. Max Planck, Albert Einstein und andere erkannten hinter dem von ihnen Erforschten den großen Geist, den wir Gott nennen. Manche, wie Stephen Hawking, suchen nach der »Weltformel« ohne Gott. Um ein akzeptables allumfassendes Modell des Universums, des Diesseits und Jenseits, zu entwerfen, muss der metaphysische Bereich mit dem naturwissenschaftlichen kompatibel sein. Es gibt eine universelle Weisheit, wie sie in vielen Kulturen und Religionen aufleuchtet und sich am komplettesten bei Jesus findet. Seine universelle Weisheit passt in ein dem Verstand zugängliches All-Modell. Quantenphysik und die Entdeckung des Higgs-Teilchens deuten darauf hin, dass es zwischen Materie und Geist keine Grenzen gibt. Begrenzt sind nur unsere Möglichkeiten der Wahrnehmung. Allein im Kopf des Individuums, mit obj

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