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Keine Zeit für die Wahrheit

Viele Zeitungen sparen in ihren Lokalredaktionen. Lokalpolitiker können sich freuen. Sie sind lästige Kontrolleure los
von Florian Höhne vom 26.02.2010
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Für die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, machen wir immer noch ein gutes Blatt«, findet die Lokalredakteurin. Sie würde sich mehr echte Reportagen aus der Region in ihrer Zeitung wünschen. Und mehr kritische Berichterstattung. »An beidem fehlt es«, sagt sie, »gerade weil die Zeit fehlt.« Viel Raum für intensive Recherche habe es zwar noch nie gegeben, erklärt die Journalistin, die in Schleswig-Holstein arbeitet. Aber die Situation habe sich erheblich verschärft: In den letzten fünf Jahren sind in ihrer Lokalredaktion drei Stellen abgebaut worden – bei immer neuen Zusatzaufgaben etwa durch das Internet. »Wir arbeiten an der Grenze«, sagt sie, »ein Kollege bei uns schreibt am Tag mindestens drei längere Geschichten.« Fotos macht er selbst. Dazu kommt: Meldungen-Schreiben, Korrekturlesen, Terminorganisation und oft noch ein Abendtermin.

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