Geist und Sinn
Im Gewirr der Buchstaben

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Die »Kerkerkapelle« auf dem Kalvarienberg von Bad Tölz ist eng und düster, die Luft beklemmend stickig. Flach auf dem blanken Kieselboden liegt ein Kruzifix. Die örtlichen Schnitzer, die es vor etwa 290 Jahren schufen, wollten die Szene darstellen, in der Jesus ans Kreuz genagelt wird. Über seinem Haupt haben sie ein auffallend seltsames INRI befestigt.
Im Johannesevangelium steht, Pilatus habe ein Schild anfertigen lassen, das den Hingerichteten als »Jesus von Nazaret, König der Juden« beschrieb – und das in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. Die Tölzer Tafel nennt den lateinischen Titel, insoweit ganz normal, auf ihren unteren beiden Zeilen: »Iesus Nazarenus, Rex Iudeorum«. Daraus ist in der Kunstgeschichte die Abkürzung INRI geworden; die allermeisten Kruzifixe tragen sie.




