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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2019
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»Effektive Altruisten« unterstützen Projekte nur nach strengem Kalkül. Sinnv
Der Inhalt:

Gemeinwohl in Gefahr

Wer bei Tempolimit, Abgaswerten oder Energiewende nur an sich denkt, versteht die Freiheit falsch

Die einen wollen partout kein Tempolimit auf Deutschlands Straßen. Die anderen keine Windräder in »ihrem« Wald. Die Dritten finden Stickoxid-Grenzwerte eine lächerliche Sache: »Bisher ist doch auch keiner an seinem Dieselauto verreckt!« Güter ganz nach Gusto und Geldbeutel zu kaufen, soll ein Recht für jedermann sein, bitte ohne Grenzen: »Das ist die Freiheit, die wir meinen!«

Dass immer mehr Bürgerinitiativen in Deutschland für immer mehr solcher Partikularinteressen kämpfen, ist ein Problem. Der Parteiendemokratie wird nicht mehr zugetraut, dass sie die Bürgerinnen und Bürger vertritt. Warum noch wählen, wenn man doch eine Bewegung gründen kann? Warum warten bis zum nächsten Urnengang, wenn doch hier und jetzt die Wohnbebauung der Felder droht, auf die ich bis jetzt aus meinem Wohnzimmerfenster schaue? Warum sich fragen, was dem Großen und Ganzen dienlich ist – wenn mein eigener Wohlfühlfaktor leidet? Und ein Stück an meiner eigenen Freiheit künftig zu fehlen droht?

Um eines klarzustellen: Bürgerbewegungen sind nicht selten eine gute Sache. Sie treiben voran, was im politischen Alltagsgeschäft durch allzu langsame Mühlen geht. Ohne den sichtbaren Willen von Bürgerinnen und Bürgern, ohne ihre Kreativität und ihren Widerstandsgeist gäbe es wahrscheinlich kein grünes Bewusstsein in Deutschland. Es gäbe keine Wahrnehmung von Bevölkerungsschichten, die ohne Lobby sind – und keine Konzepte für Interessenausgleich und akute Lösungen.

Doch Bewegungen und Initiativen fehlt häufig die Orientierung am Gemeinwohl, wenn sie ihre Partikularinteressen verabsolutieren. Wenn sie nicht mehr fragen: Wem nützt es – außer mir? Außer uns Bewegten? Das Streben nach Freiheit – oft genug verstanden a