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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2018
Was ist der Mensch wert?
Der Preis des Lebens und die Würde des Menschen
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

was meinen Sie: Ist es gerecht, wenn nach einem Terroranschlag die Hinterbliebenen eines Börsenmaklers eine viel höhere Entschädigungssumme erhalten als die eines illegalen Einwanderers? Wie viel ist menschliches Leben wert – und kann es dafür überhaupt einen angemessenen Preis geben? Unsere Kollegin Bettina Röder nahm den aktuellen Dokumentarfilm »Playing God« zum Anlass, über die Frage nach dem Wert des Lebens nachzudenken. Ihre Schlussfolgerungen finden Sie auf Seite 12.

Der Frage nach dem Menschen, seinem Wesen und seiner Würde ist auch Anne Strotmann nachgegangen. Sie hat eine Tagung in Hofgeismar besucht, auf der über Schuld und Willensfreiheit aus der Perspektive der Hirnforschung diskutiert wurde. Beeindruckend fand sie, wie unaufgeregt die Wissenschaftler argumentierten und dass sie auch bereitwillig einräumten: »Die Hirnforschung steckt noch in den Kinderschuhen.« Das wichtigste Ergebnis für sie: Freiheit bedeutet nicht Autarkie; Menschen sind als soziale Wesen ihr Leben lang sowohl verstrickt als auch kreativ, sagt Anne Strotmann. Für sie ist das ein hoffnungsvoller Befund. Ihren Beitrag »Mea culpa?« lesen Sie auf Seite 26.

Dramatisch wird die Frage nach der Menschenwürde, wenn es um Schwangerschaftsabbruch geht. Warum entscheiden sich Frauen dafür, eine Schwangerschaft zu beenden? Unsere Kollegin Barbara Tambour ist von Oberursel nach Duisburg gefahren, um dort einer Mitarbeiterin des von katholischen Laien gegründeten Beratungsvereins »Frauenwürde« diese Frage zu stellen. Als sie im Stadtteil Bruckhausen nahe der Thyssen-Kokerei ankam, war sie bestürzt: »Die Armut springt einem ins Auge.« Dass viele Schwangere tatsächlich in materieller Not le