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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2018
Was ist der Mensch wert?
Der Preis des Lebens und die Würde des Menschen
Der Inhalt:

Leserbriefe

Kann man Gott denken?

Zu: »Gott neu denken« (1/18, Seite 26-30) und »Hingabe an die beseelte Welt« (Seite 28-29)

Es ist ein spannender Ansatz, vom Panentheismus her Gott und Welt miteinander in Einklang zu bringen. Der Beitrag ist fundiert, sehr anregend, intellektuell und originell geschrieben. Allerdings: Es ist ein Denkansatz, und ob man mit dem Denken »Gott« wie auch immer erfassen kann, ist mehr als fraglich. Denn jedem menschlichen Denken sind eo ipso endliche Grenzen gesetzt. Gegen das bloße »Denken« Gottes steht in der Tradition der Mystik in allen Religionen die »Erfahrung« Gottes, also die höchst persönliche, ganz und gar subjektive Erfahrung Gottes oder des Göttlichen. Wenn man die wesentliche Unterscheidung zwischen einer Begegnungsmystik (= Gott als personales Gegenüber, das nicht identisch ist mit mir) und einer Verschmelzungsmystik (= ein persönliches Gottesbild wird in einem a-personalen Göttlichen in mir aufgelöst) berücksichtigt, dann kann durchaus das Denken des Panentheimus mit der »Erfahrung« einer Begegnungsmystik in Verbindung gebracht werden. Es wäre lohnenswert, wenn der denkerische Panentheismus mit der »Erfahrung« einer Begegnungsmystik ins Gespräch gebracht würde. Axel Denecke, Isernhagen

Gott neu denken – das ist, so glaube ich, ein evolutionärer Prozess, seit sich Menschen auf der Erde in dem großen Wunder des Lebens entdecken. Für mich heißt das: »Gott« ist ein Wortgefäß unserer Sprachen, das die vielen Bilder und Gedanken über die letzten Dinge enthält. Auch die Erkenntnis der existenziellen Verbundenheit des Irdischen mit der Allna