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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2016
Die Helfer
Flüchtlingskrise: Wie lange halten die Ehrenamtlichen noch durch?
Der Inhalt:

Nein zur Atomenergie

Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima

Das »Nein« zur Kernenergie und die Werbung für die Energiewende soll zum dreißigsten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und dem fünften von Fukushima durch ganz Europa schallen. Dafür hat das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) aus Dortmund »Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima« initiiert. Trägerkreise organisieren Diskussionsabende, Kerzenaktionen und Zeitzeugengespräche.

Vom 11. März – dem Fukushima-Jahrestag – bis zum 26. April 2016 – dem Tschernobyl-Jahrestag – finden dabei von Großbritannien bis in die Türkei, von Weißrussland bis Spanien Veranstaltungen statt, die unter der Schirmherrschaft des Europaparlaments stehen. In mehr als 200 Städten werden Aufräumarbeiter – sogenannte Liquidatoren – aus der Ukraine, Weißrussland, Japan und erstmals auch Russland von ihren Erfahrungen und Leiden berichten. »Wir möchten mit der Einladung an russische Liquidatoren einen Dialog zwischen Menschen aus inzwischen verfeindeten Ländern ermöglichen«, sagt IBB-Geschäftsführer Peter Junge-Wentrup.

Brücken zwischen ehemaligen Feinden bauen und dazu auf Zeitzeugen beider Seiten hören ist seit dreißig Jahren das Konzept des IBB. Hervorgegangen aus der Friedensbewegung der Evangelischen Landeskirche Westfalen, knüpfte die Organisa tion Kontakte mit Weißrussland und gründete in Minsk das Kongresszentrum »IBB Johannes Rau«.

Das Engagement für Überlebende von Krieg und Holocaust weitete sich in den 1990er-Jahren auf Tschernobyl-Opfer in der Ukraine und Weißrussland aus. In Charkiw, der zweitgrößten ukrainischen Stadt, betreibt das IBB die »Geschichtswerkstatt Tschernobyl