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Leben ohne Existenznot

vom 13.02.2009
Zum Dossier: »Ein Grund zum Leben. Die Vision eines Grundeinkommens für alle« (1/09)

Ob ich mir ein Grundeinkommen wünsche: Ja! Ob ich dann noch (ich bin Geschäftsführer eines kleinen Hotels) arbeiten würde: Ja klar! Allerdings ohne Existenznot und mit Perspektiven für das Alter und zur persönlichen Weiterentwicklung. Es dürfte selbst wirtschaftlich mal etwas schiefgehen können, ohne gleich an den Rand des Existenzminimums gedrängt zu werden.

Harald Schiefer, Hürth

 

Gibt es Geld ohne Gegenleistung, wird es wertlos. Das heißt, die Preise steigen und der durch das Grundeinkommen erhoffte Effekt verpufft. Um das zu verhindern, muss der Staat die Preise für Grundnahrungsmittel festsetzen und deren Erzeuger verpflichten, sie trotzdem bereitzustellen. Damit landen wir in einem sozialistischen Wirtschaftssystem. Bevor man also »Feldstudien« in einem abgelegenen namibischen Dorf betreibt, sollte man die sozialistischen Systeme Europas, die ganze Staaten umfassten, untersuchen. Es wäre doch interessant herauszufinden, woran die an sich faszinierende Idee in der Praxis scheiterte.

Karl-Heinz Haid, Isny-Beuren

 

Mensch ist der Mensch nicht durch sein Tun und Noch-mehr-Tun, nicht durch seine Leistung und Noch-mehr-Leistung, er ist Mensch durch sein bloßes Da-Sein. Die Humanität einer Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie jedem Menschen, gleich welcher spezifischen Umstände, die Voraussetzungen für ein möglichst schöpferisches, erfülltes Leben bietet. Darunter, das heißt unterhalb des Grundeinkommens, geht an Würde nichts.

Helmut Krüger, Potsdam

 

Wird durch eine »Exit-Option« aus der Arbeitsgesellschaft wirklich eine zukunftsträchtige Perspektive geliefert? Abgesehen einmal davon, dass die zivilisatorische und kulturelle Entwicklung von menschlichen Gemeinschaften letztlich auf Arbeit beruht, sollte es einen stutzig machen, dass auch manche Konservative und gar Wirtschaftsliberale auf den »Zug Grundeinkommen« aufspringen. Ist Hartz IV nicht bereits eine Art Grundeinkommen? Klar, wenn sich die von den Arbeitgebern im gesamtgesellschaftlichen Arbe

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