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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2020
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Vorwürfe gegen Bolsonaro

vom 31.01.2020

Mehr als 600 Vertreter der indianischen Gemeinschaften in Brasilien haben dem rechtsextremen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro Völkermord an den Ureinwohnern vorgeworfen. »Das politische Projekt der brasilianischen Regierung ist Genozid, Ethnozid und Ökozid«, heißt es in einer Erklärung, über die die Zeitung Folha de São Paulo berichtet. Unter Führung des international bekannten Häuptlings Raoni schlossen sich die Anführer von 45 Völkern zu einer »Allianz der Völker des Regenwaldes« zusammen. Bolsonaro sieht die Ureinwohner als Hindernis für die Entwicklung im Amazonas-Regenwald an und will dort vermehrt Bergbau erlauben. Die Gewalt nimmt zu. Allein 2019 waren acht indigene Anführer ermordet worden. Die Regierung schütze die Ureinwohner nicht, sondern greife sie an und »will uns unser Land aus den Händen reißen«, heißt es in der Erklärung, die an den Kongress gesandt wurde. Die indigenen Anführer machten klar, dass sie auf ihrem Land weder Bergbau, illegale Abholzung noch illegales Fischen erlauben. Sie warfen Bolsonaro vor, ihre Rechte zu missachten und Hass in der Gesellschaft zu schüren. Sie baten die internationale Gemeinschaft um Unterstützung in ihrem Überlebenskampf.

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