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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2018
Publik-Forum Ausgabe 2/2018: 1968. Ein irres Jahr
Der Inhalt:

Der Zeitgeist und die SPD

von Wolfgang Kessler vom 26.01.2018
Antworten auf große Zukunftsfragen sind von einer Großen Koalition nicht zu erwarten. Doch das Kleingedruckte der Sondierungen kann sich durchaus sehen lassen

Alle Achtung vor der demokratischen Kultur in der SPD. Während in FDP, CDU und CSU einige wenige Führungspersonen in Sondierungsverhandlungen entscheiden oder diese abbrechen, stritten die Sozialdemokraten offen, leidenschaftlich und fundiert über die Ergebnisse der Verhandlungen mit der Union. Und dies, obwohl die Partei eigentlich nur verlieren kann. Denn: Nach den vergangenen Großen Koalitionen hat die SPD in den Wahlen jedes Mal mehr an Stimmen verloren. Auf der anderen Seite zahlte sich auch die Oppositionsrolle nur selten aus. Man denke nur an die bayerische SPD, die sich auch in der Opposition nicht erholt.

Klar ist, dass die Kritiker einer Großen Koalition inhaltlich die besseren Argumente haben: Die Ergebnisse der Sondierungsverhandlungen mit CDU und CSU markieren keinen Aufbruch. Sie garnieren das »Weiter so« mit einigen sozia

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