Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2015
Hat Hass eine Religion?
Die perfide Taktik des islamistischen Terrors
Der Inhalt:

Stichwort: Terror im Namen Gottes

von Norbert Copray vom 30.01.2015
Die Religionen und die Gewalt: Wurzeln, Geschichte und Ideologien

John L. Allen
Krieg gegen Christen
Gütersloher Verlagshaus. 368 Seiten. 24,99 €

Karen Armstrong
Im Namen Gottes
Religion und Gewalt. Pattloch. 687 Seiten. 24,99 €

Hubertus Hoffmann
Codes der Toleranz
Eine Anleitung für Weltverbesserer und Pessimisten, streng Gläubige und freie Geister. Herder. 463 Seiten. 24 €

Georg Plasger/
Heinz-Günther Stobbe (Hg.)
Gewalt gegen Christen
Formen, Gründe, Hintergründe. Evangelische Verlagsanstalt. 401 Seiten. 28 €

Tilman Seidensticker
Islamismus
Geschichte, Vordenker, Organisationen. C. H. Beck-Wissen 2827. 127 Seiten. 8,95 €

Ina Wunn/Beate Schneider (Hg.)
Das Gewaltpotenzial der Religionen
Kohlhammer. 302 Seiten. 28,99 €

Gewalt »im Namen Gottes« oder im Namen des Propheten Mohammed, wie dies die Attentäter von Paris für sich in Anspruch nahmen, ist eine Konstante der Weltreligionen. Die britische Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong untersucht die Beziehung zwischen »Religion und Gewalt« in ihrem monumentalen Werk »Im Namen Gottes«. Sie durchforstet die Geschichte von den Anfängen der Menschheit bis zum »Heiligen Terror« und zum »globalen Dschihad« heute. Neben der historischen Darstellung kommt der systematische Ertrag nicht zu kurz. Religion, Kultur, Staatswesen und Moral bilden bis in die Neuzeit hinein und teils bis heute in vielen Regionen ein Amalgam. Gewalt und Krieg galten dabei implizit als effiziente Wege, um Gebiets- und Herrschaftsansprüche durchzusetzen und die ökonomische Expansion zu sichern, bis heute.

Diese Tatsache berechtigt allerdings nicht zu der Behauptung, Religion »habe einen eindeutigen, unveränderlichen und inhärenten gewalttätigen Kern«, nur weil sie überall in Anspruch genommen wird. Religionen sind ambivalent, sie verlangen eine friedfertige Deutung. Nicht zu leugnen ist, dass das »Gewaltpotenzial der Religionen« – wie der Titel eines Buches heißt – beträchtlich ist. Das internationale Symposium im Oktober 2013 in Hannover, das in dem Buch dokumentiert wird, untersuchte die »religiös motivierte Gewalt« und die Frage, inwieweit die großen Religionen, die ursprü

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen