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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2015
Hat Hass eine Religion?
Die perfide Taktik des islamistischen Terrors
Der Inhalt:

Sozialprotokoll
»Mama ist krank«

von Helen Knust vom 30.01.2015
Die Krankheit war allgegenwärtig: Frauke M. (34) ist bei einer manisch-depressiven Mutter aufgewachsen
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Es hat mir jedes Mal den Boden unter den Füßen weggerissen, wenn es hieß: »Die Mama ist krank.« Meine Mutter war von meinem zweiten Lebensjahr an regelmäßig alle zwei bis drei Jahre »krank«. Das bedeutete, dass sie für zwei oder drei Monate in »der Klinik« und damit vollkommen abwesend war. Die Zeit davor war aber meistens noch schlimmer, denn ein manischer Mensch ist eine andere, fremde Person.

Das hat mich sehr geprägt. Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich große Verlustängste. Noch als Schülerin bin ich jede Nacht aufgewacht und zu meinen Eltern ins Bett gekrochen. Viele Kinder machen das, aber bei mir war es, glaube ich, eine Art Kontrolle, ob meine Mutter auch wirklich noch da ist.

Die Krankheit war allgegenwärtig und genauso das Gefühl der Machtlosigk