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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2013
Die Welt ist keine Kaffeetasse
Warum die Naturwissenschaften die Wirklichkeit nicht vollständig erklären können
Der Inhalt:

Wenn Stress krank macht

von Norbert Copray vom 25.01.2013
Die Überforderung in der Arbeitswelt lässt sich nicht individuell überwinden

Patrick Kury
Der überforderte Mensch
Campus. 342 Seiten. 34,90 €

Luise Bartholdt/Astrid Schütz
Stress im Arbeitskontext
Beltz. 186 Seiten. 34,95 €

Hans Bernhard/Josef Wermuth
Stressprävention und
Stressabbau
Beltz. 205 Seiten plus Online-Material. 39,95 €

Wolfgang Schmidbauer
Die gelassene Art, Ziele
zu erreichen
Abschied vom Erfolgszwang. Kreuz. 220 Seiten. 18,99 €

Lothar Schröder/Hans-Jürgen Urban (Hg.)
Anti-Stress-Initiativen
Gute Arbeit – Ausgabe 2013. Bund. 368 Seiten. 39,90 €

Nadine Schuster/Sascha Haun/Wolfgang Hiller
Psychische Belastungen im
Arbeitsalltag
Beltz. 205 Seiten plus Online-Material. 39,95 €

Stress tritt zu je anderen Zeiten unterschiedlich in Erscheinung, er wird verschieden wahrgenommen. Insofern ist verständlich, dass Erkenntnisse der Forschung über Stress sehr differenziert ausfallen. Stress gilt als »ein wissenschaftliches und mediales Großereignis«, so der Historiker Patrick Kury, der mit seiner fulminanten Arbeit »Der überforderte Mensch« eine »Wissensgeschichte vom Stress zum Burnout« vorlegt.

Stress wird in der Moderne allgemein als Belastungs- und damit als Massenphänomen betrachtet, wobei bereits Ende des 19. Jahrhunderts die zutreffende Frage aufgeworfen wurde: »Macht die Moderne krank?« Kury verfolgt die Phasen der Stressforschung bis in die heutige Zeit hinein, in der die Frage gestellt wird, ob »Burnout eine Stresserkrankung« sei. Seine entscheidende Beobachtung dazu formuliert er so: »In besonderem Maße entbindet Burnout das Individuum vom unentwegten Zwang zur Selbstoptimierung, und zwar ohne es zu pathologisieren. Burnout bildet im Vergleich zur Depression eine Art erfolgreiche Variante des ›erschöpften Selbst‹ (Ehrenberg).«

Zugleich privatisiert und individualisiert die heutige Rede vom Burnout die psychische Belastung und ihre Folgen, die vor vier Jahrzehnten noch das große Kampfthema »Humanisierung der Arbeit« durch die Gewerkschaften war. Heute heißt das Programm: »Gute Arbeit«. Dafür wurde jüngst das »Gute-Arbeit-Jahrbuch 2013« zu »Anti-Stress-Initi

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