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Europas schrecklicher Grenzposten

Die meisten Flüchtlinge sind Monate oder Jahre zuvor in den Krisengebieten Afrikas aufgebrochen. Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen beanstandet die Art und Weise, wie auf Malta mit ihnen umgegangen wird
von Andreas Boueke vom 25.01.2013
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Wer eine dunkle Hautfarbe hat und mit einem maroden Boot aus Afrika auf der Mittelmeerinsel Malta ankommt, wird erst einmal eingesperrt, häufig anderthalb Jahre lang. Dagegen demonstrieren rund vierhundert Menschen, vorwiegend Afrikaner, im historischen Zentrum der Hauptstadt Valletta. Einer der Protestredner beklagt, dass in den Haftanstalten, den sogenannten Detention Centers, schon mehrere Häftlinge ums Leben gekommen sind: »Wir sind heute hier, weil zwei unserer Freunde ermordet wurden. Sie hatten versucht zu fliehen, sind aber geschnappt worden und wurden geschlagen. Dann waren sie tot. Wir sind traurig, weil wir in den Detention Centers wie Tiere behandelt werden. Die Wärter treten uns, wenn sie Lust haben. Die maltesische Bevölkerung soll erfahren, was in den Zentren passiert, was uns dort angetan wird.«

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