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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2012
Wenn Gott nicht eingreift
Theologen suchen neue Antworten
Der Inhalt:

Aus der Bahn geworfen

von Norbert Copray vom 04.05.2012
Traumata: Welche es gibt, wie sie entstehen und wie man sie – vielleicht – bewältigen kann

Sigrun-Heide Filipp/ Peter Aymanns Kritische Lebensereignisse und Lebenskrisen Kohlhammer. 448 Seiten. 34,80 €

Ursula Gast/Thomas Schollas/Elisabeth Christa Markert/Klaus Onnasch Trauma und Trauer Klett-Cotta/Leben Lernen 224. 260 Seiten. 26,95 €

Anngwyn St. Just Soziales Trauma Balance finden in einer unsicheren Welt. Kösel. 256 Seiten. 21,95 €

Angela Kühner Kollektive Traumata Konzepte, Argumente, Perspektiven. Psychosozial. 214 Seiten. 22, 90 €

Christian Pross Verletzte Helfer Klett-Cotta/Leben Lernen 222. 288 Seiten. 26,95 €

Günter H. Seidler u. a. (Hg.) Handbuch der Psychotraumatologie Klett-Cotta. 776 Seiten. 89,95 €

Erhard Weiher Das Geheimnis des Lebens berühren Kohlhammer. 376 Seiten. 24,90 €

Der 27. Januar ist in Deutschland staatlicher Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. An diesem Tag wurde im Jahr 1945 das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. »Was tun wir, wenn die eigentliche Tyrannei vorbei ist, mit den Folgen der Tyrannei, die im Land, in der Seele, in den sexuellen Beziehungen und im Körper der Menschen bleiben?«, fragte seinerzeit der Schriftsteller Ariel Dorfman im Blick auf das Ende der Pinochet-Diktatur in Chile.

»Kollektive Traumata« sind meist mit Gewalt verbundene, tiefgreifende seelische und soziale Verwundungen, die Ethnien, Gesellschaften, Gruppen und Familien betreffen. In ihrem Buch »Kollektive Traumata« unterscheidet Angela Kühner zwischen kollektivem Trauma und »kollektiviertem Trauma«. Von diesem wird gesprochen, wenn »ein geteiltes traumatisches Ereignis zum Teil der kollektiven Identität einer Gruppe wird«. Die extreme Traumatisierung der überlebenden Holocaust-Opfer wird mitunter über Generationen hinweg weitergegeben, wobei sich die Täter und ihre Nachwuchsgenerationen auf traumatisierende Vertreibung, Bombenangriffe und Staatsterror beziehen und mit Ängsten, aber auch mit Schuld ringen.

Ein »Soziales Trauma« – so der Buchtitel – ist für Anngwyn St. Just eine einschneidend-verletzende Erfahrung, die auch jene Menschen erfasst, die

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