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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2021
Hinterm Horizont
Aussichten nach Corona
Der Inhalt:

Leserbriefe Leserbriefe

vom 15.01.2021

Gerichtsbotschaft

Zu: »Die Mechanik der Vergebung«
(23/20, Seite 28-31)

Es mutet schon verdächtig an, wie mit dem Problem kirchlicherseits umgegangen oder, besser gesagt, nicht umgegangen wird. Lediglich eine evangelische Bischöfin, Frau Jepsen aus Hamburg, die Erste in diesem Amt, zog aus Amtspflichtverletzungen, die ihr nachgewiesen wurden, persönliche Konsequenz und trat zurück. Wenn man als interessierter Laie die Kirchengeschichte Revue passieren lässt, so hat es in der Kirche mit der Sexualität nie so ganz gestimmt. Klaus Heyder, Erfurt

Vielen Dank an Publik-Forum und Herrn Christoph Fleischmann für diesen Artikel. Er hat mir sehr geholfen, die empörende Verhaltensweise der Kirchenleitung des Erzbistums Köln hinsichtlich ihrer Verantwortung im Missbrauchsskandal etwas besser nachvollziehen zu können. Mir wurde klar, dass sogar unser Vaterunser-Gebet missbräuchlich ausgelegt werden kann. Der Satz »Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern« kann dazu verführen, dass Opfer sich ohne Widerstand in ihre Opferrolle ergeben. Schließlich ist keiner frei von Schuld und Fehlern, und ein Vergeben durch den Vater ist vielen ein Herzensanliegen. Kann dieses Verzeihen des Vaters an die Bedingung geknüpft werden, dass wir dann auch all unseren Schuldnern verzeihen müssen, egal wie groß deren Schuld an uns ist? Diese Auslegung würde gefügig machen, vor allem, wenn der Täter mit klerikaler Überzeugungskraft auf das Opfer einwirkt. Aber über allem steht das Gebot der Nächstenliebe, das diese Auslegung verbietet. Willi Pütz, Kürten

Mit Verlaub: Dieses ständige Herumhacken auf den Kirchen ist nicht in Ordnung! Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle ist sicher nicht optimal – aber man muss doch auch sehen, dass die Kirchenleitungen da inzwischen viel getan haben. Gilt da nicht auch, was einst Jesus sagte: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein? Kirchenfrust innerhalb der Kirche macht die Kirche (und den Glauben!) unglaubwürdig, wie der frühere Bischof Homeyer mal zutreffend sagte. Wichtiger ist der Blick auf die Zukunft! Und dazu gehört für mich vor allem die Abschaffung der unseligen Zölibatsverpflichtung, die let

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