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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2020
Zukünfte gesucht!
Wohin sich Politik, Kirchen und Gesellschaft entwickeln werden
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 17.01.2020

Ralf Meister, Landesbischof in Hannover, hält Kirchengemeinden mit evangelischen und katholischen Christen unter einem Dach in Zukunft für möglich. »Viele Menschen fragen schon heute nicht mehr danach, ob jemand evangelisch oder katholisch ist, sondern nur, ob er Christ oder Christin ist«, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der katholische Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer begrüßte die Überlegungen seines evangelischen Amtskollegen: »Wie wir in der Seelsorge gemeinsame Wege gehen können, ist eine richtige und wichtige Frage für die Zukunft.« Meister hatte die »Gründung von reinen ökumenischen Gemeinden« angeregt. Nötig seien Initiativen, die beide Kirchen herausforderten: »Ich glaube, das wird für die Zukunft des Christentums in unserem Land sehr entscheidend sein.«

Rainer Hagencord, katholischer Theologe und Biologe, hält die überwältigende Trauer um die bei einem Brand in der Silvesternacht im Krefelder Zoo umgekommenen Affen für verständlich. Gerade bei Menschenaffen könnten Besucher und Pfleger große Vertrautheit mit den Tieren erfahren, sagte der Leiter des Instituts für Theologische Zoologie in Münster. Deren Tod könne dem Verlust eines Freundes gleichkommen. Man müsse sich von der Vorstellung eines Dualismus zwischen Mensch und Tier verabschieden. Aus theologischer Sicht sei alles, was lebt, auch beseelt. »Wir sind tatsächlich Tiere«, erklärte Hagencord und verwies auf die Evolutionslehre von Charles Darwin. Es sei »wissenschaftsfeindlich«, zwischen Mensch und Tier unterscheiden zu wollen.

Claus-Peter Reisch, Kapitän des zivilen Rettungsschiffs »Lifeline«, ist von einem Berufungsgericht in Malta freigesprochen worden. 10 000 Euro sollte er einem vorherigen Urteil zufolge zahlen, weil er mit einem falsch registrierten Schiff gesegelt sei. Mit seinem Rettungsschiff hatte der Deutsche 234 Migranten nach Malta gebracht. Michel Brandt von der Linkspartei sieht den Freispruch als Sieg für die Menschenrechte. Er sagt: »Erneut sind EU-Mitgliedstaaten daran gescheitert, die humanitären Einsätze der Seenotretter auf dem Mittelmeer zu kriminalisieren. Die Botschaft ist klar: Das Retten von Menschen vor dem Ertrinken ist ke

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