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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2019
Revolution
Die Welt ist in der Krise. Ein Umbruch ist nötig. Nur welcher?
Der Inhalt:

Eine andere Pflege ist möglich

von Barbara Tambour vom 11.01.2019
Senioren-Wohngemeinschaften wie in Hofheim am Taunus zeigen, wie selbstbestimmtes Leben im Alter geht
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Zwei Würfel Hefe bröselt Ancilla Ahlfänger in die Schüssel der Küchenmaschine, schüttet lauwarmes Wasser dazu und ein Kilo Weizenvollkornmehl. Alle zwei, drei Tage backt die 94-Jährige Brot für ihre Wohngemeinschaft – zehn Frauen im Alter zwischen 83 und 98 Jahren. Neun von ihnen gehören, wie Schwester Ancilla, dem Orden vom Guten Hirten an.

Unter dem Dach des Maria-Droste-Hauses in Hofheim am Taunus gibt es vier solcher Senioren-Wohngemeinschaften. Die Hälfte der Bewohnerinnen gehört einem Schwesternorden an. Aber auch drei Männer leben in den WGs. Jede Wohngemeinschaft ist autark, verfügt über ihre eigene Haushaltskasse, vereinbart, was bei den Mahlzeiten auf den Tisch kommt, und entscheidet, wer von den Bewerbern für ein frei gewordenes Zimmer am besten passt.

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