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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2016
Ohne Hoffnung keine Zukunft
Der Inhalt:

Jugend gegen Hass

vom 15.01.2016

Coexister, »Zusammen existieren«, nennt sich eine junge, interreligiöse Freundschaftsbewegung im säkularen Frankreich. Seit den islamistischen Morden im Januar 2015 wächst sie rasch. Der Gründer ist ein junger, damals 16 Jahre alter Katholik, Samuel Grzybowski. Er veröffentlichte den Appell: »Lasst uns verhindern, dass Blut für den Krieg fließt. Wir wollen unser Blut für den Frieden spenden und zeigen, dass die Religionen ein Symbol für die Einheit sind und nicht für Spaltung.« Der Anlass für die Blutspende-Aktion vor sieben Jahren waren massive Konflikte in Frankreich zwischen Pro-Palästinensern und Pro-Israelis, ausgelöst durch israelische Militäraktionen in Gaza. Zehn junge Leute – Muslime, Juden und Christen – schlossen sich Samuel Grzybowski an. Aus der Blutspende-Ak tion wurde bald der Verein Coexister mit Grzybowski als Vorsitzendem. Die Mus lima Radia Bakkouch hat ihn Ende 2015 im Vorsitz abgelöst. Die 23-Jährige studiert Politik an der Pariser Elitehochschule Science Po. Bakkouch: »Toleranz ist uns zu wenig, denn Toleranz heißt nur: Ich akzeptiere den anderen dort, wo er ist. Wir aber gehen auf den anderen zu, schaffen Bindungen zu Menschen, die eine andere Religion praktizieren oder Atheisten sind. Diese aktive Koexistenz heißt uns gemeinsam handeln. So begründen wir Gemeinschaft.« Heute zählt Coexister 2000 Mitglieder in 28 Ortsgruppen in ganz Frankreich. Co exister ist eine junge Ökumene-Bewegung. Das Höchstalter für die Mitgliedschaft beträgt 35 Jahre.

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