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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2015
Die bedrohte Demokratie
Der Inhalt:

Und zack! – ist man getroffen

von Eva-Maria Lerch vom 16.01.2015
Man muss zeichnen, was stimmt, sagt der Karikaturist Gerhard Mester – auch nach dem Attentat auf »Charlie Hebdo«. Ein Gespräch über die Wirkung von Bildern
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Publik-Forum: Herr Mester, was war Ihr erster Impuls, als Sie von dem islamistischen Attentat auf die französische Satire-Zeitschrift »Charlie Hebdo« gehört haben?

Gerhard Mester: In meiner Erschütterung habe ich sofort zum Stift gegriffen. Das waren ja Kollegen, die da ermordet worden sind. Ich habe die Szene gezeichnet: einen toten Karikaturisten, der am Boden liegt. Und ganz viel Blut. Dazu habe ich dann im Koran geblättert und fand dort Worte wie »Allerbarmer« und »Barmherziger«. Worte, die gut klingen, die einen liebevollen Gott beschreiben. Diese schreiende Diskrepanz habe ich dann auch ins Bild gesetzt: Ein Islamist schmiert diese schönen Gottesnamen mit Blut an die Wand.

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