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Wer nimmt die Klimaflüchtlinge auf?

von Dirk Farke vom 01.10.2016
Millionen Menschen könnten ihre Heimat verlieren, wenn Klimawandel und Anstieg des Meeresspiegels nicht gestoppt werden. Wer wird sie aufnehmen? Anspruch auf Asyl haben sie nach bisherigem Recht nicht. Der Inselstaat Kiribati im Pazifik wird einer der ersten sein, der untergeht
Ein Paradies vor dem Untergang: Der Pazifikstaat Kiribati, der aus vielen Atollen besteht, wird aufgrund des Klimawandels und des steigenden Meeresspiegels in absehbarer Zeit nicht mehr existieren (Foto: PA/AP/Vogel)
Ein Paradies vor dem Untergang: Der Pazifikstaat Kiribati, der aus vielen Atollen besteht, wird aufgrund des Klimawandels und des steigenden Meeresspiegels in absehbarer Zeit nicht mehr existieren (Foto: PA/AP/Vogel)

Kiribati besteht aus 33 Atollen, verstreut in einem weitem Gebiet nördlich und südlich des Äquators. Es herrschen ganzjährig Temperaturen um die 30 Grad und auch nachts wird es nicht kalt. Doch der Staat, der heute noch ein Paradies ist mit Stränden und Palmen, wird untergehen. Der Großteil des Landes, mit Ausnahme der Vulkaninsel Banaba, die acht Meter über dem Meeresspiegel liegt, befindet sich weniger als zwei Meter über dem Meeresspiegel. Kiribati wird mit zu den ersten Ländern gehören, die aufgrund des globalen Klimawandels in absehbarer Zeit im Meer versinken.

Wissenschaftler der Weltraumbehörde NASA veröffentlichten im letzten Jahr eine Studie, der zufolge ein Anstieg der Meeresspiegel um mindestens einen Meter in den kommenden 100 bis 200 Jahren unvermeidlich ist. Es könnte allerdings auch schneller gehen. Denn die Daten zeigten auch, dass die Eisflächen an den Polen weitaus schneller schmelzen, als bisher erwartet.

Verantwortlich dafür ist die zunehmende Erwärmung der Welt. Dadurch tauen die Gebirgsgletscher und die Eisflächen in Grönland und der Antarktis, zudem dehnt sich das erwärmte Meerwasser aus, auch das ist ein Grund für den steigenden Meeresspiegel. In Grönland schmolzen im vergangenen Jahrzehnt den Angaben zufolge durchschnittlich die kaum vorstellbare Menge von 303 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr. Vom Eis in der Antarktis gingen durchschnittlich 118 Gigatonnen jährlich verloren. Pro 360 Gigatonnen geschmolzenem Eis steigt der Meeresspiegel durchschnittlich u

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