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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2017
Weckruf für die Welt
Wie weiter unter Donald Trump?
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Weckruf für die Welt

von Wolfgang Kessler vom 12.01.2017
Donald Trump und das Programm der Republikaner fordern die Welt heraus. Doch das könnte auch eine Chance sein – vor allem für die Europäer. Wolfgang Kessler fragt in der neuen Ausgabe von Publik-Forum: Wie weiter unter Trump?
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»Was für ein Vogel fliegt denn da?«: Donald Trump irritiert am Präsidentenhimmel. Er selbst scheint seine Flugbahn auch noch nicht ganz gefunden zu haben. (Zeichnung: pa/dieKLEINERT.de/Kostas Koufogiorgos)
»Was für ein Vogel fliegt denn da?«: Donald Trump irritiert am Präsidentenhimmel. Er selbst scheint seine Flugbahn auch noch nicht ganz gefunden zu haben. (Zeichnung: pa/dieKLEINERT.de/Kostas Koufogiorgos)
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War die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ein heilsamer Schock? Ein Schock war sie sicher. Ob er heilsam war, lässt sich noch nicht sagen. Allerdings gibt es zarte Hinweise darauf, dass viele Menschen seit der Wahl des Rechtspopulisten zum mächtigsten Mann der Welt mehr über Politik und über ihre eigene Verantwortung nachdenken als zuvor.

Zum Beispiel in Österreich. Dort hat der Grüne Alexander Van der Bellen nach Meinung vieler Beobachter die Präsidentschaftswahl am 4. Dezember nur deshalb mit einem großen Vorsprung von 350 000 Stimmen gegen den rechten Widersacher Norbert Hofer gewonnen, weil vier Wochen zuvor Donald Trump gesiegt hatte.

Auch anderswo ist ein Umdenken zu beobachten: Nach wachsender Kritik an der schillernden Rolle »sozialer« Medien im US-Wahlkampf haben sich seit der Trump-Wahl fast 50 000 US-Amerikaner für ein bezahltes Abo der seriösen und gewöhnlich gut recherchierenden New York Times entschieden.

In Deutschland verzeichneten vor allem SPD, Grüne und Linke in den vergangenen Wochen mehrere Tausend Neueintritte, insbesondere junger Menschen. Wie zum Beispiel der 25-jährigen Marlis Kimbel. »Ich war erschüttert und wütend, als Trump die Wahl gewonnen hat«, sagt Kimbel. Und trat in die SPD ein. »Man kann über die Parteien schimpfen, aber damit ändert man nichts«, begründet sie ihren Schritt. »Nach Trumps Sieg hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich das demokratische System stärken muss.« Damit setzt sie ein Zeichen: Denn nicht

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