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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2020
Zukünfte gesucht!
Wohin sich Politik, Kirchen und Gesellschaft entwickeln werden
Der Inhalt:

Warum ich trotz allem bei Facebook bin

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 11.01.2020
Datenskandale, fragwürdige Kooperationen – müsste man Facebook nicht längst verlassen?
Freundschaften pflegen durch weltweite Vernetzung (Foto: iStock by Getty/metamorworks)
Freundschaften pflegen durch weltweite Vernetzung (Foto: iStock by Getty/metamorworks)

Manchmal braucht es nicht viel, um mutlos zu werden. Noch eine Meldung über noch ein Unglück irgendwo in der Welt – und ich will am liebsten von all dem gar nichts mehr wissen. Seit ich bei Publik-Forum arbeite, bin ich den ganzen Tag mit Nachrichten konfrontiert, häufig mit schlechten. Jetzt auch das noch:

Kürzlich wurde bekannt, dass Facebook das rechte Internetportal Breitbart in seinen News-Bereich aufnehmen will. Meldungen von Breitbart stehen dann neben solchen der New York Times. Nur, dass Breitbart dafür bekannt ist, Rassismus zu schüren und Fake-News zu verbreiten. Der Komiker Sacha Baron Cohen brachte es auf den Punkt, als er – ungewohnt ernst – sagte: »Breitbart wird mit der BBC gleichgestellt, und die Hassrede eines Verrückten scheint genauso glaubwürdig wie die Erkenntnisse eines Nobelpreisträgers.«

Und das ist ja nicht der erste Skandal: 2018 wurde bekannt, dass die Datenanalysefirma Cambridge Analytica mehr als 87 Millionen Nutzerdaten von Facebook abschöpfen konnte. Weitere Sicherheitslücken folgten; unter anderem haben Heerscharen von Trollen die Plattform im US-Wahlkampf missbraucht. Dass der Konzern fünf Milliarden US-Dollar Strafe zahlen muss, macht es nicht besser. All das sind Gründe genug, Facebook endlich den Rücken zu kehren, dachte ich mir.

Doch ich bin immer noch dabei. Das hat auch mit dem Reisen zu tun. Dabei lade ich meine Batterien für die Kategorie »Vertrauen in die Menschen« wieder auf, denn überall stoße ich auf hilfsbereite, freundliche Menschen, die mir ungefragt den Weg weisen, mir ein Lächeln schenken o

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