Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2017
Wie kommt Gott in die Welt?
Ein muslimisch-christliches Gespräch zum Advent
Der Inhalt:

Vom Dorf, das pestizidfrei werden will

Die Europäische Union lässt Glyphosat weiter zu. Der Südtiroler Ort Mals aber hat den Ausstieg aus den Pestiziden beschlossen. Es fragt sich nur: Darf ein Ort seine Landwirte zu Bio zwingen?
Blick auf Mals in Südtirol: Darf ein Ort seine Bauern zu Bio zwingen? (Foto: Faßbinder)
Blick auf Mals in Südtirol: Darf ein Ort seine Bauern zu Bio zwingen? (Foto: Faßbinder)

Günther Wallnöfer hat den muskulösen Körper eines hart arbeitenden Menschen. Das T-Shirt des Biolandwirts aus dem Malser Ortsteil Laatsch im Obervinschgau ist so verwaschen wie fleckig. An seiner Hand, in der er eine Mistgabel hält, sind intakte Fingernägel in der Unterzahl. Und der Strohhut ist vom vielen Tragen ganz zerfranst. Genau so ziert Wallnöfer das Cover des kürzlich erschienenen Buches »Das Wunder von Mals – Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet«. Schließlich hat die Sache mit Mals durch ihn, Günther Wallnöfer, erst so richtig angefangen.

Volksentscheid gegen Pestizide

2014 hatten sich drei Viertel der Bürger der Südtiroler Gemeinde Mals per Volksentscheid dafür ausgesprochen, gefährliche Pestizide auf ihrem Gemeindegrund zu verbieten. Die Wahlbeteiligung lag bei siebzig Prozent. Die Gemeind