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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2020
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft
Religion & Kirchen

»Triage ist nichts Unbekanntes«

von Barbara Tambour vom 15.04.2020
Wie entscheiden Mediziner in der Corona-Krise, wer beatmet wird – und wer nicht? Fragen an die Medizinethikerin Alena Buyx
Sie versorgen Corona-Patienten: Medizinisches Personal auf der Intensivstation des Uniklinikums Essen (Foto: pa/dpa/(Foto: pa/dpa/Marcel Kusch)
Sie versorgen Corona-Patienten: Medizinisches Personal auf der Intensivstation des Uniklinikums Essen (Foto: pa/dpa/(Foto: pa/dpa/Marcel Kusch)
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Publik-Forum: Wenn es weniger Beatmungsgeräte gibt, als benötigt werden – wie entscheiden Mediziner, wer beatmet wird und wer nicht?

Alena Buyx: Die gängigen Regeln gegen Diskriminierung gelten auch hier. Es geht also nicht zu sagen, wer älter als achtzig Jahre ist, wird nicht beatmet. Auch sozialer Status, Geschlecht, Hautfarbe oder Religion dürfen kein Kriterium sein. Zur Frage, wie bei Knappheit Ressourcen verteilt werden, haben sieben medizinische Fachgesellschaften Ende März »Klinisch-ethische Empfehlungen« gegeben.

Als Hauptkriterium werden die »klinischen Erfolgsaussichten« genannt, also die Frage: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand die Erkrankung mit Intensivbehandlung übersteht.

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