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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2012
Satte Geschäfte
Wie Spekulanten Hunger machen
Der Inhalt:

Satte Geschäfte

von Wolfgang Kessler vom 20.07.2012
Banken und Finanzinvestoren drängen seit Jahren verstärkt in den Handel mit Nahrungsmitteln. Wie die Spekulation die Preise nach oben treibt und Hunger verursacht
Die Preise für Nahrungsmittel werden weiter steigen, Spekulanten hoffen auf wachsende Gewinne  (Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com)
Die Preise für Nahrungsmittel werden weiter steigen, Spekulanten hoffen auf wachsende Gewinne (Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com)

Die Macht von Banken, Versicherungen und anderen Kapitalanlegern scheint ungebrochen. Anders ist es nicht zu erklären, dass Kapitalanleger zunehmend mit Nahrungsmitteln und anderen Rohstoffen spekulieren, obwohl Entwicklungsorganisationen seit Monaten nachweisen, dass diese Spekulationen die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe treiben, sodass sich die Ärmsten der Armen weniger Essen leisten können.

Zwar werden weltweit Jahr für Jahr immer noch genügend Kalorien produziert, um auch eine wachsende Menschheit zu ernähren. Allerdings werden viele Nahrungsmittel zweckentfremdet. Ein gutes Drittel des Getreides wird an Tiere verfüttert – dadurch mutieren sieben Kalorien Getreide zu einer Edelkalorie Fleisch. Zudem werden immer mehr Nahrungsmittel zu Biosprit verarbeitet. Da die Menschheit weiter wächst, wird sich in die Nahrungsmittelknappheit zuspitzen.

Börsengurus profitieren von Nahrungsmittelknappheit

Für Börsengurus wie Jim Rogers ist dies ein gefundenes Fressen: »Wir werden in den nächsten Jahren eine sehr ernste Nahrungsmittelknappheit auf der ganzen Welt erleben, die Preise werden himmelwärts schießen.« Und dann hoffen sie auf noch höhere Gewinne als jene, die sie schon heute erzielen. Die großen Banken und Finanzinvestoren drängen seit Jahren verstärkt in den Handel mit Nahrungsmitteln. Dies hat aus dem relativ friedlichen Weltmarkt für Rohwaren einen Kampfplatz gemacht.

Offen für Spekulation war der

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