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Kulturwandel in der Metallbranche

von Thomas Gesterkamp vom 07.02.2018
Die IG Metall und die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg haben sich nach Streiks auf höhere Löhne und ein Recht auf kürzere Arbeitszeiten geeinigt. Das bedeutet den Einstieg in einen Kulturwandel. Das Beispiel Schweden zeigt, welche Vorteile der bietet
Der Arbeitskampf der IG Metall hatte Erfolg, die Gewerkschaft konnte eine Lohnerhöhung und flexible Arbeitszeitverkürzung durchsetzen, letzteres hilft vor allem Beschäftigten mit Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen (Foto. pa/Pohl)
Der Arbeitskampf der IG Metall hatte Erfolg, die Gewerkschaft konnte eine Lohnerhöhung und flexible Arbeitszeitverkürzung durchsetzen, letzteres hilft vor allem Beschäftigten mit Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen (Foto. pa/Pohl)

Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie erhalten ab April 4,3 Prozent mehr Geld. Außer der Lohnerhöhung sind eine Einmalzahlung von 100 Euro vorgesehen, 2019 erhalten die Beschäftigten zudem einen Festbetrag von 400 Euro. Und ein neues tarifliches Zusatzgeld von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens.

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Kommentare
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Heidrun Meding
07.02.201817:12
Das Argument der Arbeitgeberseite, die Beschäftigten könnten in der gewonnenen Zeit ja auch schwarzarbeiten, geht vollkommen fehl.
Denn: Wird Schwarzarbeit etwa besser entlohnt als reguläre Arbeit nach Tarifvertrag?
Wenn das so wäre, dann würde in unserer Arbeitswelt etwas nicht stimmen.
Die Gewerkschaften sollten jedoch endlich auf prozentuale Lohn- und Gehaltsforderungen verzichten und statt dessen einheitlich etwa 200 Euro mehr für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fordern.
Wenn dann am Ende jede und jeder 110 Euro monatlich mehr erhalten würde, wäre dies sozial gerechter als ein deutliches Mehr für die immer schon besser Verdienenden.
Im Übrigen sollten sich die Tarifkommissionen an den Anhebungen der Vorstandsbezüge orientieren und beispielsweise 10, 20 oder gar 30-prozentige Erhöhungen fordern. Oder für alle Beschäftigten 500 Euro monatlich mehr. Die Gesichter der Unternehmensvorstände möchte ich sehen!