Zur mobilen Webseite zurückkehren

Kampf gegen den Terror

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 17.04.2015
Im Kampf gegen den Terrorismus will Bundesinnenminister De Maizière aufrüsten: Polizei und Verfassungsschutz sollen gestärkt werden. Aber das reicht nicht aus, um potenzielle Angriffe auf Deutschland zu verhindern. Was wir brauchen, ist ein grundlegender Politikwandel
Kampf gegen den Terror: Die Lösung des zuständigen deutschen Ministers heißt: "Mehr Polizei, mehr Verfassungsschutz." (Foto: pa/dpa/Carmen Jaspersen)
Kampf gegen den Terror: Die Lösung des zuständigen deutschen Ministers heißt: "Mehr Polizei, mehr Verfassungsschutz." (Foto: pa/dpa/Carmen Jaspersen)

Um Angriffe islamistischer Attentäter in Deutschland zu vereiteln, sollen Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz besser ausgerüstet werden. Insgesamt 750 Stellen werden in den kommenden Jahren in den drei Sicherheitsbehörden neu geschaffen; 328 Millionen Euro erhalten sie zusätzlich. So will es Bundesinnenminister Thomas de Maizière, so hat es die schwarz-rote Koalition beschlossen. Doch bloß zu fragen, welche Schusswaffen die Polizei benötigt, um Terroristen entgegenzutreten, reicht nicht aus. Die entscheidende Frage lautet: Wie können wir dafür sorgen, dass gar nicht erste neue Generationen von Terroristen nachwachsen?

In Deutschland muss es höchste Priorität haben, muslimischen Jugendlichen ein Gefühl von Zugehörigkeit und Wertschätzung entgegenzubringen. Wenn sie ganz selbstverständlich als Muslime und Deutsche akzeptiert würden, schwämmen den Salafisten die Felle davon. Denn deren bisheriger Erfolg gründet ja gerade darin, die Ausgegrenzten zu sammeln und ihr Gefühl, missachtet zu werden, in ein radikales Elitedenken umzumünzen. Würde der Glaube der Muslime hierzulande nicht per se als Gefahr wahrgenommen, sänke die Zahl derer, die Gefahr laufen, sich zu radikalisieren, drastisch.

Es hat starke Symbolkraft, wenn die Kanzlerin öffentlich feststellt, dass der Islam zu Deutschland gehört. Und auch das wegweisende Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch der Widerstand dagegen zeigt, wie viel noch zu tun ist.

Der Abbau

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Kommentare
Der Kommentierungszeitraum für diesen Artikel ist abgelaufen, daher können Sie ihn leider nicht mehr kommentieren.