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Publik-Forum, Heft 20/2014
Wie mich mein Glaube trägt
Von Menschen, die Gott suchen
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Im Feuerschein der Krise

von Walther Stützle vom 24.10.2014
Die Lehren aus dem Ukraine-Krieg: Sechs Vorschläge für eine neue europäische Entspannungspolitik, die die Nato und Russland herausfordern – und die christlichen Kirchen auch
Das große Schweigen: US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatspräsident Vladimir Putin auf dem G-8-Treffen 2013 in Nordirland. (Foto: Lamarque/Reuters)
Das große Schweigen: US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatspräsident Vladimir Putin auf dem G-8-Treffen 2013 in Nordirland. (Foto: Lamarque/Reuters)

Der Ukraine-Konflikt hat es ans Licht gebracht: Europas Staaten haben ihre Sucht nach Macht und Vorherrschaft nicht überwunden. Noch nicht. 1990, am Ende des Kalten Kriegs, durfte man darauf hoffen. Aber der Erfolg von damals hat schläfrig gemacht. Der Ukraine-Konflikt ist weder überraschend noch gar über Nacht über uns hereingebrochen. Das Gegenteil ist richtig. Spätestens seit dem verheerenden Angebot der Nato von 2008 an Georgien und die Ukraine, Mitglieder im Bündnis zu werden, war Russland der Fehdehandschuh hingeworfen und von Putin aufgenommen worden: Putin sprach von einer Bedrohung Russlands – und das nicht zum ersten Mal. Schon im Jahr zuvor hatte er sich München als Plattform für eine Brandrede ausgesucht und Respekt für Russlands Platz in der europäischen Sicherheitsarchitektur eingefordert. Er traf auf taube Ohren. Nicht bei Alt-Außenminister Genscher: »Der Erfolg der europäischen Einigung zeigt, dass Gleichberechtigung und Ebenbürtigkeit die Voraussetzung konstruktiver Kooperation sind. Das gilt für Europa und das gilt weltweit.« Doch sein kluger Hinweis wurde nicht befolgt. Putin hat seine Drohung wahr gemacht. Mit dem Mittel der klassischen Machtpolitik des 19. Jahrhunderts, mit einem kriegerischen Akt, düpierte er die Schwerhörigen in Nato und Europäischer Union, riss sich die Krim völkerrechtswidrig unter den Nagel, begünstigte die politische Destabilisierung der Ostukraine. Und demonstrierte so aller Welt, vor allem aber der malträtierten ukrainischen Bevölkerung, was unvernünftige Zusagen aus dem Westen in der Stunde der Not wert sind.

Bei ihrem jüngst mit militärischen Showeinlagen garnierten Gipfel in Wales haben die Staats- und Regierungschefs von 28 Nato-Mitgliedsländern d

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