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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2012
Russisch Roulette im Labor
Die falschen Versprechungen der grünen Gentechnik
Der Inhalt:

Grundeinkommen – eine soziale Vision

von Ronald Blaschke vom 03.04.2012
Jeder Bürger bekommt regelmäßig Geld vom Staat ausgezahlt. Ist das sinnvoll? Nur, wenn es den Sozialstaat nicht ersetzt, findet Ronald Blaschke vom Netzwerk Grundeinkommen.
Es gibt viele Modelle für das Grundeinkommen: Für Ronald Blaschke soll es eine Mindestabsicherung bieten, aber keine Vorsorge sein gegen Krankheit und Pflege, die Sozialversicherungen müssten erhalten bleiben (Foto: Fotolia)
Es gibt viele Modelle für das Grundeinkommen: Für Ronald Blaschke soll es eine Mindestabsicherung bieten, aber keine Vorsorge sein gegen Krankheit und Pflege, die Sozialversicherungen müssten erhalten bleiben (Foto: Fotolia)

Die Grundidee ist einfach: Alle Bürger sollen zwischen 700 und 1000 Euro pro Monat erhalten, je nach Modell. Zur Finanzierung des Grundeinkommens sollen die meisten Sozialleistungen entfallen, in vielen Modellen auch Rente und Arbeitslosenversicherung. Götz Werner, einer der wichtigsten Anwälte eines Grundeinkommens, will eine - sozial gestaffelte - höhere Mehrwertsteuer. Gegner wie der Armutsexperte Martin Staiger fürchten dagegen, dass ein Grundeinkommen die Gesellschaft nicht gerechter macht. Mit beiden Alternativen muss man sich nicht abfinden.

Wenn ein Grundeinkommen wirklich eine soziale Vision sein soll, darf es nicht gegen die Sozialversicherungen ausgespielt werden, die die Menschen im Alter, im Pflegefall oder bei Krankheit absichern. Die Kritik, dass die Einführung eines Grundeinkommens mit dem Abbau vieler sozialer Leistungen einhergeht, betrifft allerdings nur wenige Modelle eines Grundeinkommens.

In den meisten Vorschlägen wird das Grundeinkommen mit Bürgerversicherungen kombiniert, also mit Sozialversicherungen, in die von allen Einkommen Beiträge eingezahlt werden. Das Grundeinkommen garantiert dann eine bedingungslose Mindestabsicherung nach unten. Die durch Beiträge finanzierten Renten und Pflegeleistungen kommen hinzu. Ebenso sind die meisten Vorstellungen eines Grundeinkommens eng an die Einführung ordentlicher

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