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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2012
Erotisches Begehren
Die Sehnsüchte der Menschen und die katholische Sexualmoral
Der Inhalt:

Google: Du findest, was du bist

von Tonio Postel vom 15.08.2012
Vorsortiertes Wissen: Wie der Internet-Gigant Google Werbung und Suchergebnisse auf die Vorlieben seiner Nutzer zuschneidet
Das Internet und seine Informationen: Wer online sucht, findet keinesfalls alles, was es zu finden gäbe. (Foto: Angel Simon - Fotolia)
Das Internet und seine Informationen: Wer online sucht, findet keinesfalls alles, was es zu finden gäbe. (Foto: Angel Simon - Fotolia)

Wer heute eine Frage hat, zieht nur noch selten ein Lexikon zurate. Stattdessen wird ein Stichwort in eine Suchmaschine im Internet eingetippt, um in Sekundenbruchteilen eine Liste mehr oder weniger erhellender Ergebnisse zu erhalten. Mehr als neunzig Prozent aller Suchanfragen in Deutschland werden Schätzungen zufolge einer einzigen Firma anvertraut. Ihr Name ist Google.

Die Suche im Netz: »Rohstoff für die Datenbank menschlicher Absichten«

Zwar ist die Vormachtstellung von Google in kaum einem Land so extrem wie in Deutschland. Dennoch ist Google die meistgenutzte Suchmaschine der Welt. Und da jede Suche im Netz zahlreiche Spuren hinterlässt, verfügt der US-Konzern über ein immenses Wissen über seine Nutzer. Als »Rohstoff für eine Datenbank menschlicher Absichten« beschrieb John Battelle, Mitgründer der US-amerikanischen Technologie-Zeitschrift Wired, einmal den Datenfundus, den Web-Unternehmen geschickt für ihre Zwecke nutzen.

So resultiert aus all den Informationen, die Google sammelt und speichert, schon seit Jahren die sogenannte personalisierte Werbung. Sie legt Internetnutzern scheinbar zufällig ebenjene Produkte, für die sie sich interessieren könnten, mittels Werbebannern und Anzeigen ans Herz. Zwar kann jeder, der fortan keine personalisierte Werbung mehr wünscht, die bisher gesammelten Daten theoretisch auch löschen. Doch sieht die Standardeinstellung von Google deren Speicherung vor.

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