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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2019
Abschied von Gandhi
150 Jahre nach seiner Geburt herrschen in Indien Gewalt und Fanatismus
Der Inhalt:

»Es erwächst eine neue Lust am Verbot«

von Ulrike Scheffer vom 27.09.2019
Anreize sind eher geeignet, unser Umweltverhalten zu beeinflussen als Verbote, sagt der Psychologe und Trendforscher Stephan Grünewald
Erklärt, warum sich viele Deutsche mehr Verbote zum Schutz des Klimas wünschen: Der Psychologe und Marktforscher Stephan Grünewald (Foto: pa/Kaiser)
Erklärt, warum sich viele Deutsche mehr Verbote zum Schutz des Klimas wünschen: Der Psychologe und Marktforscher Stephan Grünewald (Foto: pa/Kaiser)
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Publik-Forum: Alle reden über das Klima, doch nur wenige sind bereit, ihr Umweltverhalten zu ändern. Wie kommt das?

Stephan Grünewald: Als Therapeut würde ich sagen: Jemand, der in die Therapie kommt und keinen Leidensdruck hat, den kann man nicht behandeln. Man nennt das die Not-Wendigkeit. Die Frage lautet daher: Ist der Leidensdruck beim Klima schon so groß, dass die Menschen zu radikalen Schritten bereit sind?

Offenbar nicht. Kann man dennoch das Verhalten beeinflussen?

Grünewald: Da das Klima-Thema jetzt in einer gesellschaftlichen Streitkultur vorangetrieben wird, wäre der erste Schritt, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der Klimawandel ein zentrales Problem darstellt. I

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