Zur mobilen Webseite zurückkehren
von Wolfgang Kessler vom 09.06.2018
Immer mehr spekulative Finanzinvestoren kaufen Pflegeheime. Oft mit bitteren Folgen. Die Politik schweigt – nicht ohne Grund. Kesslers Kolumne
Gute Betreuung?: Bei Übernahmen von Heimen steht für Finanzinvestoren nicht die Pflege im Mittelpunkt, sondern die Rendite, meint Publik-Forum-Chefredakteur Wolfgang Kessler  (Foto: pa/zerocreatives)
Gute Betreuung?: Bei Übernahmen von Heimen steht für Finanzinvestoren nicht die Pflege im Mittelpunkt, sondern die Rendite, meint Publik-Forum-Chefredakteur Wolfgang Kessler (Foto: pa/zerocreatives)
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Unter dem Stichwort »Pflegenotstand« wird über vieles diskutiert, was wichtig und richtig ist. Aber eines wird gerne verschwiegen: Dass immer mehr Pflegeheime an private Betreiber verkauft werden. Zu diesen privaten Betreibern zählen zunehmend Finanzinvestoren. Das kann Folgen haben: Denn Finanzfonds sind nicht in erster Linie an Pflegebedürftigen interessiert, sondern an der Rendite, die sie abwerfen.

Alternde Gesellschaft lockt Finanzinvestoren

Der Pflegemarkt einer älter werdenden Gesellschaft wie der deutschen wird für weltweit agierende Finanzinvestoren offenbar immer attraktiver. Das zeigen allein zwei große Geschäfte aus dem Jahre 2017: Die US-amerikanische Finanzgesellschaft Nordic Capital, eines der weltweit größten Beteiligun

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Hanna Leinemann
02.07.201817:43
Meine volle Unterstützung, Herr Kessler. Nur bei einer möglichen Erhöhung der Beiträge bitte ich zu berücksichtigen, daß es leider immer noch Höchstbeiträge gibt. Erreicht die jemand, bleibt es bei diesem Beitrag, egal, wie hoch die Einkommen sind. - Es wäre erst einmal klarzustellen, daß der bestehende Beitragssatz von jedem Einkommen erhoben wird ohne Höchstgrenze; denn die Pflege ist eine öffentliche Aufgabe der gesamten Gemeinschaft. -
Doris Rüb
21.06.201815:32
Sie haben ja so Recht, Herr Kessler.

Ich selbst bin schwer chronisch krank und wenn ich Pech habe, bin ich ein paar Jahren ein Pflegefall. Vielleicht könnte ich dann die Pflege sogar finanzieren - trotz Minirente. Ich habe versucht, so gut es eben geht, vorzusorgen. Aber gegen diese Investoren komme ich natürlich nicht an.
Ich habe jetzt einen sehr kleinen Pflegedienst, bei dem der Chef auch mitarbeitet und dem man wirklich keine Geldgier vorwerfen kann, aber die kämpfen sehr und ich kann Ihnen nur wünschen, dass sie überleben.
Davor hatte ich einen profitorientierten Pflegedienst gehabt, der mit Frauen aus dem Baltikum arbeitete. Die durften jeweils drei Monate nach Deutschland, sind wahrscheinlich katastrophal bezahlt worden und waren wegen des Dauerwechsels sehr anstrengend.

Es ist zwar unwahrscheinlich, trotzdem hoffe ich, dass die Politiker kapieren, was sie da anrichten und angerichtet haben.
Eleonore Hillebrand
11.06.2018
...und das sollen sie dann in jüngeren Jahren auch noch selbst bezahlen...

Die Aufkäufe von Pflegeinrichtungen müssen gestoppt werden und zunächst einmal - wie Sie sagen - die Gewinnmöglichkeiten staatlich begrenzt werden.
Wenn der Staat Pflegegesetze herausgibt, dann ist er verpflichtet, den Geschäftemachern per Gesetz das Handwerk zu legen.
Ich habe 15 Jahre meinen dementen Mann zu Hause gepflegt und bin so gerade über die Runden gekommen, denn einmal im Jahr habe ich ihn in Kurzzeitpflege ins Heim gegeben, weil ich eine Auszeit brauchte. Dauernde Heimpflege hätte unsere finanziellen Möglichkeiten gesprengt, abgesehen davon, dass ich es auch nicht gewollt haben würde. Mein Mann ist inzwischen verstorben.
Bitte, bleiben Sie dran!
Herzliche Grüße
Eleonore Hillebrand