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Die Bomben der Banken

von Markus Dobstadt vom 06.10.2015
Die Welt wird von Kriegen erschüttert. Doch was sind die Ursachen? Und lässt sich die »Krankheit Friedlosigkeit« heilen? Mit diesen Fragen haben sich die Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges bei einer Tagung in Frankfurt beschäftigt. Ihr Rezept gegen Gewalt heißt Prävention
Mitten in Frankfurt protestierten Mitglieder des Vereins »Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges« gegen die Finanzierung von Rüstungsfirmen durch Banken (Foto: ippnw/flickr)
Mitten in Frankfurt protestierten Mitglieder des Vereins »Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges« gegen die Finanzierung von Rüstungsfirmen durch Banken (Foto: ippnw/flickr)

Riesige schwarze Ballons schweben in der Luft. Ärzte in weißen Kitteln halten sie an Schnüren fest. Es sind Mitglieder des Vereins Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), die in der Frankfurter Innenstadt auf etwas Brisantes aufmerksam machen: die Finanzierung von Krieg und Zerstörung durch deutsche Banken. Die Deutsche Bank, die DZ Bank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Commerzbank, die Namen großer deutscher Banken stehen auf den Ballons, die Bomben darstellen sollen. Flugblätter listen die Investitionssummen auf. 88,31 Millionen Euro habe etwa die Deutsche Bank dem Rüstungskonzern Rheinmetall geliehen. Die DZ Bank habe 93,75 Millionen Euro Darlehen an den EADS-Konzern, der unter anderem Atomwaffen herstelle, vergeben. Zahlreiche Banken investierten in Firmen, die Streumunition herstellen. »Deutsche Banken finanzieren Krieg«, sagen die Ärzte und rufen zum »Bankenwechsel« auf.

Die Ursachen der Flucht

Ihre Aktion war der Auftakt für eine IPPNW-Tagung in Frankfurt mit dem Titel »Unser Rezept für Frieden: Prävention«. Drei Tage lang haben die rund 200 Teilnehmer versucht, Zusammenhänge zu verstehen. Es ging um die tiefgreifenden Ursachen und bitteren Folgen der aktuellen Kriege. Pro Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt sprach über die Gründe für die Flucht nach Europa, der Je

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