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von Lea Wagner vom 19.12.2018
19. Dezember: Heute vor zwei Jahren starben beim Attentat auf dem Berliner Breitscheidplatz zwölf Menschen. Zunächst wurde der Falsche festgenommen: Naveed Baloch. Sein Name und sein Bild gingen um die Welt. Wie es ihm heute geht, will niemand wissen
Zu Unrecht verdächtigt: Naveed Baloch. (Foto: Tobias Kruse/OSTKREUZ)
Zu Unrecht verdächtigt: Naveed Baloch. (Foto: Tobias Kruse/OSTKREUZ)
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Es ist der 19. Dezember 2016. In Pakistan sitzen ein Mann und eine Frau in ihrem Wohnzimmer, der Fernseher läuft noch. Ihr Tag war lang, die Arbeit auf dem Feld anstrengend. Das Ehepaar hat neun Kinder, fast alle sind Analphabeten. Plötzlich flackert ein Gesicht über den Bildschirm: ein schwarzhaariger junger Mann mit Segelohren. Er hat scheue, aber gutmütige dunkle Augen, buschige Augenbrauen und eine markante Unterlippe. Der Nachrichtensprecher sagt: »Belutschischer Terrorist in Berlin festgenommen.« Die Frau murmelt: »Lieber Gott, mach, dass das nicht wahr ist.« Es ist ihr Sohn.

Naveed Baloch ist zu dem Zeitpunkt 23 Jahre alt. Seit gut zwei Jahren hat seine Familie ihn nicht gesehen. Überstürzt, ohne Gepäck, war er eines Morgens aufgebrochen, nachdem der pakistanische Geheimdienst sein Elt

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Hanna Leinemann
25.12.201812:34
Es ist so aberwitzig, daß Menschen in unserem Land nicht die Hilfe erhalten, der sie dringend bedürftig sind, und daß in Ämtern Angestellte in ihren Entscheidungen wie programmierte Roboter funktionieren. Gerade die Berliner Polizei hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, aber daß sie sich nicht entschuldigen und diesem Opfer der Tat nicht helfen kann, ist tief bedrückend. Was sagt das Bundeskanzler(innen)amt dazu? -
Rosemarie Häfliger
24.12.2018
Was für eine furchtbar traurige Geschichte.
Und das in einem demokratischen Land!
Ich bin erschüttert.
Was steht uns Allen wohl noch bevor, wenn das so weitergeht...
Gerda Greiner
23.12.2018
Danke, dass Sie in Publik Forum solche Seiten beleuchten, auch diese Opfer brauchen eine Stimme. Und ich lerne dabei, dass ich besser hinschauen muss, um eine Situation oder eine Geschichte zu begreifen.