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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2011
Kein Gott, nirgends?
Stephen Hawkings Theo-Physik
Der Inhalt:

Der grüne Traum und sein Preis

von Teresa Schneider vom 11.03.2011
Immer mehr Hindernisse gefährden den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien

Fast ganz Deutschland träumt einen gemeinsamen Traum: den Traum der grünen Energiewende. Doch auch wenn Wind, Biomasse, Sonne und Wasser heute mehr als 16 Prozent des deutschen Strombedarfs decken, steht der größte Teil des Weges noch bevor. In nur vier Jahrzehnten soll laut Energiekonzept der Regierung der Anteil des Ökostroms auf achtzig Prozent klettern. Sonnige Aussichten und freie Fahrt für die Ökorevolution? Fehlanzeige. Der Blick von der Traumwelt in die reale Welt zeigt: Dem schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien stehen große Hindernisse entgegen.

Gewaltigster Bremsklotz für die Ökostrombranche ist die Konkurrenz zwischen erneuerbaren und konventionellen Energien. Eine vom Umweltministerium in Auftrag gegebene Leitstudie, die wegen ihrer unangenehmen Erkenntnisse erst auf Druck der Grünen hin im Netz auftauchte, belegt: Atomenergie, Kohlekraftwerke und mehr Erneuerbare auf einmal – das geht nicht. Die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke erfordert laut der Studie »die Stilllegung fossiler Kraftwerke in großem Umfang«. Doch stattdessen wird eine Vielzahl neuer Kohlekraftwerke gebaut. Die vermeintliche Brückenfunktion der Atomkraftwerke entpuppt sich als Hürde. Kohle- und Atomstrom verstopfen die Netze. Die Konsequenz: Der Druck steigt, den Ökostromausbau zu bremsen.

Solar- und Windstrom in der zweiten Reihe

Die Attacke der Bremser ist in vollem Gange«, sagt Ulf Gerder, Sprecher des Bundesverbandes Windenergie. »Immer häufiger stellen Vertreter der Stromkonzerne das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) öffentlich infrage.« Seit zehn Jahren legt das EEG fest, dass Ökostrom vorrangig ins Netz eingespeist und zu einem höheren Preis a

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