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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2019
Vision einer neuen Kirche
Von Maria 2.0 zur ersten Päpstin
Der Inhalt:

Alle packen mit an

von Anita Rüffer vom 15.09.2019
Gemeinsam statt einsam wohnen, zu bezahlbaren Mieten: Im Wohnprojekt »schwereLos« in Freiburg ist das möglich
Wohnen unter einem Dach: Mona Haas mit Tochter Louca, Regina Maier und eine weitere Mitbewohnerin des Wohnprojekts schwereLos in Freiburg (Foto: Rüffer)
Wohnen unter einem Dach: Mona Haas mit Tochter Louca, Regina Maier und eine weitere Mitbewohnerin des Wohnprojekts schwereLos in Freiburg (Foto: Rüffer)

Louca spielt auf dem Fußboden. Die Mutter der Einjährigen unterhält sich mit der Reporterin. Eine Nachbarin kommt vorbei, sieht, dass die Mutter jetzt gerne ungestört wäre, und nimmt das Mädchen mit zu sich. Genau so hat sich das Mona Haas, die Mutter von Louca und zwei weiteren Kindern, immer vorgestellt. So wollte sie wohnen: in einer Gemeinschaft mit anderen, in der man sich gegenseitig hilft, ohne viele Worte. Und sie wollte nicht länger Angst haben vor Kündigungen oder Mieterhöhungen. In ihrer vorherigen Wohnung im elften Stock eines Hochhauses in Freiburg konnten die Kinder ohne Aufsicht nicht raus. Mona Haas fühlte sich dort isoliert. Die 33-jährige Sozialarbeiterin und ihr Partner wollten weg. Sie suchten und suchten auf dem angespannten Freiburger Wohnungsmarkt – und fanden das Hausprojekt schwereLos. 56 Menschen, vom Kleinkind bis zur Siebzigjährigen, leben dort in 19 Wohnungen. 14 davon sind öffentlich gefördert.

Die unterschiedlichsten Wohnformen gibt es dabei unter einem Dach: vom Einpersonenhaushalt bis zur Groß-Wohngemeinschaft mit zwölf Schlafzimmern. Eine große Wohnung ist für Flüchtlinge reserviert, zwei kleinere für obdachlose Frauen und für Menschen mit Psychiatrieerfahrung. Im April vergangenen Jahres zogen die ersten Mieter ein. Im Erdgeschoss des L-förmigen Neubaus mit bis zu fünf Stockwerken, mit Laubengängen und einer Dachterrasse betreibt die Diakonie eine Kita mit drei Gruppen. Den großen Gemeinschaftsraum mit voll eingerichteter Küche können nicht nur die Bewohner, sondern auch Menschen aus dem Stadtteil nutzen.

Gleich neben dem Gemeinschaftsraum befindet sich das Büro von Regina Maier. Die 62-Jährige ist im Wohnprojek

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