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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2019
Sind wir noch zu retten?
Was in der Klimakrise hoffen lässt
Der Inhalt:

Outdoorkleidung: Mit viel Chemie gegen den Regen

von Heike Baier vom 01.11.2019
Die Jacken aus dem Outdoor-Laden halten beim schlimmsten Regenwetter trocken und warm – das schätzen zunehmend auch Normalverbraucher. Aber: Die High-Tech-Stoffe belasten die Umwelt teils erheblich. Gibt es Alternativen?
Wetterfeste Hightech-Outdoor-Kleidung wird immer beliebter – auch für harmlose Beschäftigungen wie Stadtbummel (Foto: alamy/Arhelger)
Wetterfeste Hightech-Outdoor-Kleidung wird immer beliebter – auch für harmlose Beschäftigungen wie Stadtbummel (Foto: alamy/Arhelger)

Wie er so durch den Tiefschnee des Himalaya stapft, entspricht der französische Abenteurer Eliot Schonfeld gar nicht dem landläufigen Bild des modernen Hochgebirgs-Profis: Gekleidet in zerrissene Hose, verdrecktes Karohemd und Fellweste, führt er nur sein bepacktes Pferd Robert im Schlepptau. Doch Schonfelds Film Le Minimaliste ist Aushängeschild der diesjährigen European Outdoor Film Tour. Diese Schau der »atemberaubendsten Kurzfilme aus der Welt des Outdoor-Sports«, gesponsert von den Hochleistungs-Marken Mammut und Gore-Tex, füllt alljährlich Kinosäle in zwanzig Ländern. Diesmal ließ sich Outdoor-Freak Schonfeld von der Frage leiten: »Wie wenig Ausrüstung ist genug?« Ohne Zelt, Schlafsack und Feuerzeug durchquert er vereiste Gletscher und einsame Täler zwischen Siebentausendern. Eine Gore-Tex-Jacke scheint er ebenfalls nicht dabei zu haben.

Da sind die Menschen in deutschen Fußgängerzonen schon deutlich besser ausgerüstet. High-Tech-Bekleidung für Outdoor-Abenteurer hat unseren Alltag und unser Straßenbild erobert. Globetrotter zum Beispiel führt in seinen Outdoor-Tempeln 35 000 verschiedene Produkte, und die Verkäufer dort diskutieren längst nicht nur mit Extrembergsteigern über die höchste Wassersäule und das beste Schichtungsprinzip. Eine bedeutendere Kundengruppe dürften Städter, Freizeitradler und Gelegenheitswanderer darstellen. Doch braucht es für den Spaziergang im mitteleuropäischen Nieselregen wirklich eine Drei-Lagen-Hardshell mit Wassersäule bis zu 30 000 Millimeter, wenn die schweizerische Materialprüfanstalt Empa schon 4000 als wasserdicht durch

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