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Reform des Urheberrechts beschlossen

von Andrea Teupke 26.03.2019
Das Europäische Parlament hat der umstrittenen Reform des Urheberrechts ohne Änderungen mehrheitlich zugestimmt. Bevor sie in Kraft tritt, muss sie auch der Europäische Rat der Regierungschefs noch billigen. Am Wochenende hatten Zehntausende gegen die Richtlinie protestiert, über fünf Millionen Bürger unterschrieben eine Petition. Worum geht es bei dem Streit?
Bleiben nach der Urheberrechtsreform Memes wie das von Arnold Schwarzenegger mit Bachperrücke im Uploadfilter hängen? Viele befürchten, auch politischen Satiren und Protesvideos könnte es so gehen
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Wenn Menschen kreativ tätig sind – Texte schreiben, Musik machen oder Filme drehen –, sollten sie für ihre Leistung auch bezahlt werden. Vor allem aber sollten sie, die Urheber, selbst entscheiden können, ob und in welchem Umfang andere ihre Werke nutzen und damit Geld verdienen.

Das zu regeln war noch nie einfach; doch in Zeiten des Internets ist es schwieriger – und wichtiger – denn je geworden. Kopierte früher eine Studentin ein Fachbuch, so wurde der Verlag um eine zwei- bis dreistellige Summe geschädigt. Nahmen Schulkinder Musik auf Kassette auf, entgingen der Plattenfirma ebenfalls Einnahmen in überschaubarer Höhe. Kompensiert wurden diese Verluste durch eine Art Gerätesteuer: Auf jede verkaufte Kassette wurde eine Abgabe fällig. Copyshops, aber auch die Hersteller von Kopiergeräten, müssen den sogenannten »Kopierpfennig« abführen. Da