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Hans Küng: Ein Theologe für die Freiheit

von Hartmut Meesmann vom 22.06.2014
Es gibt immer wieder Menschen, die Geschichte schreiben. Manche schreiben Kirchengeschichte. Der Schweizer Hans Küng ist einer von ihnen. Das neue Publik-Forum EXTRA erzählt aus seinem Leben. Der Blick fällt auf Kritiker und Verehrer, Konflikte und Erfolge. Der große Theologe der Gegenwart hat die Welt verändert. Nicht nur die Kirche
Hans Küng, entspannt im Sessel seines heimatlichen Wohn- und Arbeitszimmers sitzend: Der Welttheologe hat die Universitätsstadt Tübingen, in der er lebt, geprägt wie nur wenige andere. In sein Haus pilgern Journalistinnen und Journalisten von überall her. (Foto: Bäuerle)
Hans Küng, entspannt im Sessel seines heimatlichen Wohn- und Arbeitszimmers sitzend: Der Welttheologe hat die Universitätsstadt Tübingen, in der er lebt, geprägt wie nur wenige andere. In sein Haus pilgern Journalistinnen und Journalisten von überall her. (Foto: Bäuerle)
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Wie kaum ein anderer Theologe versteht Hans Küng es, seine Denk-Anstöße in Artikeln, Vorträgen und vielen, vielen Büchern weltweit bekannt zu machen – und damit immer auch sich selbst. Seine Kirche hält ihn – offiziell – für nicht mehr katholisch. Doch der Entzug der kirchlichen Lehrbefugnis im Jahr 1979 war für Hans Küng letztlich der Beginn einer Weltkarriere: Mit der Idee eines globalen Weltethos, das die grundlegenden ethischen Prinzipien der Weltreligionen als verbindende Handlungsmaximen zusammenfasst, hat er eine breite und auch kontroverse Diskussion ausgelöst. Das Weltethos ist Traum und Inspiration zugleich.

Ich selbst habe Hans Küng als Student in Tübingen erlebt. Und zusammen mit zwei Kommilitonen eine Semesterprüfung bei ihm abgelegt: über die Gotteslehre. Küngs Einstiegsfrage l

Kommentare
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Paul Haverkamp
22.06.201421:11
Küngs Denken ist zutiefst von dem Gedanken durchzogen, dass kath. Glaube und kath. Kirche – angestoßen durch das 2. Vatik. – nur dann eine Zukunft haben, wenn sie bereit sind, sich zu öffnen für diese Welt und die Menschen. Er ist zutiefst davon überzeugt, dass Menschlichkeit, Barmherzigkeit und Nächstenliebe wieder zurückkehren müssen in das Denken der Amtskirchenvertreter und dass die Rückkehr zu den jesuanischen Quellen eine conditio sine qua non darstellt, um den Menschen die kath. Kirche wieder als ernst zu nehmende Alternative auf dem Markt der Sinnstiftungsinstitutionen zu präsentieren. In nuce: Menschendienst ist Gottesdienst und Gottesdienst ist Menschendienst. Im Buch „Christ sein“ bringt er sein jesuanisches Credo auf folgende Formulierung: „In der Nachfolge Jesu Christi kann der Mensch in der Welt von heute wahrhaftig menschlich leben, handeln, leiden und sterben: in Glück und Unglück, Leben und Tod gehalten von Gott und hilfreich den Menschen.“

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