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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2021
Diese verdammte Freiheit
Wolfgang Thierse über ein falsches Verständnis von Autonomie in der Corona
Der Inhalt:

Welt-AIDS-Tag
»Das alte Bild von HIV sollte aus den Köpfen raus«

von Anne Strotmann, Eva-Maria Lerch. vom 01.12.2021
Vor vierzig Jahren, am 1. Dezember 1981, wurde Aids als Krankheit erkannt. Damals war die Diagnose ein Todesurteil. Thomas Schützenberger aber wollte leben, also testete er Medikamente. Nicole Kamga erfuhr erst vor wenigen Jahren, dass sie HIV-positiv ist. Beide leben heute ganz normal mit dem Virus - wären da nicht hartnäckige Vorurteile...
»Im Rückblick war das Verschweigen mit das Schwierigste«: Thomas Schützenberger weiß seit 1989, dass er HIV-positiv ist. Damals versteckte er sich, heute lebt er viel befreiter.
»Im Rückblick war das Verschweigen mit das Schwierigste«: Thomas Schützenberger weiß seit 1989, dass er HIV-positiv ist. Damals versteckte er sich, heute lebt er viel befreiter.
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Herr Schützenberger, Sie leben seit über dreißig Jahren mit dem HI-Virus. Wie war es damals für Sie, zu erfahren, dass Sie infiziert sind?

Thomas Schützenberger: Das war im Januar 1989, da war ich noch Student. Ich war nicht überrascht, weil mein damaliger Freund einen Monat zuvor ein positives Ergebnis bekommen hatte. Da war mir klar, dass ich ebenfalls HIV-positiv bin. Die Jahre nach der Diagnose waren sehr schlimm für mich. Ich ging zur Positiven-Gruppe der örtlichen Aidshilfe, das war ein furchtbares Erlebnis. Die Menschen dort haben sich nur über Krankheit und Tod unterhalten. Ich dachte: Ich bin noch nicht krank, ich will auch nicht sterben. Und wenn ich sterbe, möchte ich vorher etwas erlebt haben. Natürlich wollte ich mich auch hinter der Normalität verstecken. Zur d

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