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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2019
Raus aus der Angst!
Kirchentag 2019. Worauf man vertrauen kann
Der Inhalt:

»Bauarbeiter sind keine Dumpfbacken«

Müssen wir der Erde Gewalt antun? Nikolaus Geyrhalter hat einen Dokumentarfilm über die größten Baustellen der Welt gedreht – und wundert sich über die Filterblase, in der manche Zuschauer leben. Sein Film »Erde« läuft jetzt im Kino an
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Arbeiter in einer Braunkohlegrube in Ungarn: Der Film »Erde« zeigt Baustellen wie offene Wunden. (Foto: NGF/Geyrhalter)
Arbeiter in einer Braunkohlegrube in Ungarn: Der Film »Erde« zeigt Baustellen wie offene Wunden. (Foto: NGF/Geyrhalter)
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Publik-Forum: Herr Geyrhalter, was hat Sie gereizt, einen Film über Steine, Geröll und Erde zu machen?

Nikolaus Geyrhalter: Das ist ja nur das, was man an der Oberfläche sieht. Wir leben im Anthropozän. Unsere geschichtliche Epoche ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass der Mensch wesentlich mehr Erdoberfläche bewegt, als das die Natur tut. Das wollte ich mir genauer anschauen.

Ihr Dokumentarfilm »Erde« zeigt die größten Baustellen der Welt wie offene Wunden. Das erweckt den Eindruck: Der Mensch tut da etwas, was er eigentlich nicht darf.

Geyrhalter: Ja, dieser Eindruck ist auch beabsichtigt. Aber zugleich denkt der Zuschauer weiter und versteht, dass jede dieser Wunden einen Grund hat. Es sind jedenfalls nicht die Baggerfa